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Drei Eimer Wasser pro Quadratmeter - Gewitterguss hält Oschatzer Feuerwehr in Atem

Drei Eimer Wasser pro Quadratmeter - Gewitterguss hält Oschatzer Feuerwehr in Atem

Das Wasser strömte vom Himmel: 29 Liter - knapp drei Eimer - pro Quadratmeter ergossen sich in der Nacht zu gestern über Oschatz. Die Oschatzer, Schmorkauer und Merkwitzer Feuerwehrleute mussten zu Einsätzen in der Stadt sowie nach Limbach, Thalheim und Zschöllau.

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In Schweta kämpften Feuerwehrleute und Anwohner gegen den steigenden Wasserpegel in den Kellern: die Feuerwehrleute mit hocheffizienten Saugpumpen und die Anwohner mit Eimern und Muskelkraft.

Quelle: Sven Bartsch

Sie hatten es mit Sturmschäden und Wassereinbrüchen zu tun. Manchmal mussten sie innerhalb eines Ortes zu mehreren Hilfeleistungen ausrücken. Dies dauerte bis gestern Früh.

 

Außerdem ist es zu Stromausfällen gekommen. "Am meisten betroffen war die Region im Altkreis Oschatz", so Claudia Anke vom Energieversorger EnviaM. Zeitgleich seien 3000 Personen betroffen gewesen. "Aufgrund der vielen Schäden konnte nicht mehr wie sonst umgeschaltet werden. Zum Einsatz kamen Notstromaggregate. Außerdem arbeiten EnviaM-Mitarbeiter einen Schaden nach dem anderem ab, so dass die Kunden bis Nachmittag wieder Strom haben", so Anke gestern Mittag.

 

Eine kurze Nacht hatten 17 Frauen und Männer der Wermsdorfer Feuerwehr, die von 22.08 Uhr bis 0.30 Uhr im Einsatz waren. Am Anger, auf der Grimmaer Straße und am Einkaufszentrum in der Clara-Zetkin-Straße stand das Wasser. "Wir haben die Bereiche abgesichert, die Gullideckel und Körbe entfernt, damit das Wasser schneller ablaufen konnte", beschreibt Wehrleiter Carsten Köhler. Zwischen dem Ortsausgang und dem ehemaligen Kinderheim bei Göttwitz halfen die Kameraden, Bäume und Äste von der Straße zu räumen. Der Sturm hatte auch zwischen Mahlis und Liptitz Äste auf die Fahrbahn geschleudert, die beseitigt werden mussten.

 

Gleich viermal rückte die Freiwillige Feuerwehr Bornitz aus. "Die erste Alarmierung kam 23.12 Uhr. Im Ortsteil Ganzig war ein Baum auf die Straße gestürzt", sagte der Wehrleiter Renè Tschierske, der im Moment als kommissarischer Gemeindewehrleiter Liebschützbergs eingesetzt ist. Weitere Hilfe leisteten die Bornitzer im eigenen Ort, zwischen Bornitz und Wadewitz sowie auf der Kreuzung am Ortsausgang Schönnewitz in Richtung Strehla. Überall versperrten umgestürzte Bäume und große Äste den Weg. Im übrigen Liebschützberger Gemeindegebiet habe es keine weiteren Einsätze gegeben, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz (CDU) auf Nachfrage der OAZ mit.

 

In Naundorf pumpten die Mitglieder der Ortswehr Wasser aus zwei Kellern. Wehrleiter Michael Thiere und seine Kameraden hatten außerdem damit zu tun, Straßen zu beräumen. "Hier wurden wir von der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln mit Personal und Technik unterstütz", so Thiere. Ebenfalls alarmiert wurde die Ortswehr von Hof. Grund waren umgeknickte Bäume auf der Staatsstraße 30. Im Gemeindegebiet Naundorf kam es darüber hinaus zu Stromausfällen. Das führte auch dazu, dass die Sirene im Ortsteil Raitzen nicht ertönte. "Wir wurden zwar alarmiert, sind jedoch auf die Sirene angewiesen, weil die vor geraumer Zeit von der Gemeinde bestellten Meldeempfänger noch immer nicht geliefert sind", erklärter der Wehrleiter Georg Hölle.

 

Um 22.13 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Freiwilligen Feuerwehren Mügeln, Niedergoseln und Schweta. Zunächst hatten die Kameraden in Glossen ein Feuer auf Ödland zu löschen, nachdem ein Blitz in eine Hochspannungsleitung eingeschlagen war. Noch während der Löscharbeiten sorgten Sturmböen und Starkregen für weitere Einsätze. Die Schwetaer Kameraden und ihre Mitstreiter aus Niedergoseln hatten in etlichen Kellern in Schweta Wasser auszupumpen. In der Oschatzer Straße war ein Baum in eine Freileitung gekracht und konnte nur mit Hilfe der Oschatzer Drehleiter beseitigt werden. In der Mügelner Ernst-Thälmann-Straße 18, 20 und 22 pumpten die Feuerwehrleute ebenfalls Wasser aus den Kellern der Gebäude, ebenso gab es einen solchen Einsatz in Grauschwitz, so Harald Naake von der Mügelner Wehr.

 

Mügelns Altbürgermeister Gotthard Deuse berichtete, dass in der Schlanzschwitzer Straße in Schweta am Mittwoch, gegen 22.30 Uhr der Strom ausfiel. Erst gestern Nachmittag konnte die Versorgung wieder abgesichert werden.

Christian Kunze

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