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Oschatz Drei Einbrüche in Oschatzer Innenstadt: Sachschaden höher als Diebesgut
Region Oschatz Drei Einbrüche in Oschatzer Innenstadt: Sachschaden höher als Diebesgut
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18:01 21.01.2016
Ein Polizist sichert Spuren. Bei der Einbruchsserie in Oschatz drangen die Täter in der Nacht zu Donnerstag in drei Geschäfte ein.  Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

 Schreck in der Morgenstunde im Oschatzer Zentrum: Im „Schlemmerparadies“ Wächtler, in „Hoffmann’s Hütte“ und bei Erntebrot am Altmarkt wurde in den Nachtstunden zu Donnerstag eingebrochen. Die Polizei wurde darauf aufmerksam als sie auf Streife im Stadtzentrum eine Registrierkasse fand. Und die gehörte zum „Schlemmerparadies“, was die Chefin Manuela Wächtler dann kurz vor 7 Uhr erfuhr.

Schnell vor Ort waren die Oschatzer Polizisten, die sogar einen Fährtenhund eingesetzt hatten, so Revierleiter Jan Müller. Maria Braunsdorf, Pressesprecherin in der Polizeidirektion Leipzig, vermutetet, dass der oder die Täter nach Geld und Wertgegenständen gesucht haben. Eine heiße Spur gebe es noch nicht. Auch der Hund sei nicht weitergekommen, obwohl er die Fährte eines Schuhabdrucks aufgenommen hatte. Die Kriminalpolizei habe aber an den Tatorten auswertbare Spuren gefunden, die jetzt genau unter die Lupe genommen werden.

Laut der Pressesprecherin ist eine solche Einbruchsserie in Orten wie Oschatz eher ungewöhnlich. „In Leipzig gibt es das immer wieder. Wenn Einbrecher losziehen, nehmen sie sich gleich mehrere Läden und Einrichtungen vor.“ In ländlichen Regionen kenne sie das aber in dieser Form nicht.

 Wächtlers Imbiss benötigt nun eine neue Kasse. Und: „Die Eindringlinge haben zwei Türen demoliert“, so die Chefin. Übrigens habe sich in der Kasse nur Wechselgeld befunden. Der Sachschaden beträgt laut Polizei etwa 500 Euro, gestohlen wurden Waren im Wert von 100 Euro. Schließen musste das „Schlemmerparadies“ aber nicht. Das Personal ging am Donnerstag wie immer seiner Arbeit nach – wie auch die Mitarbeiter in den anderen beiden betroffenen Läden.

Birgit Hofmann von „Hofmann’s Hütte“ entdeckte den Einbruch um 7 Uhr selbst. Sie konnte nicht durch die Polizei „vorgewarnt“ werden. Sie geht davon aus, dass es mehrere Personen waren, die sich hier zu schaffen gemacht haben und vom Hinterhof in den Laden gekommen sind. Die Pendeltür sei arretiert gewesen. „Ganz so, als wollten sie ihren schnellen Rückzug absichern“, vermutete die Inhaberin und wunderte sich, dass fast nichts gestohlen wurde. „Also Hunger hatten sie nicht. Sie haben bestimmt nur Geld gesucht.“ Eine Tür hätten die unbekannten Täter jedoch bei ihrem nächtlichen „Besuch“ kaputt gemacht. Der geschätzte Sachschaden liegt bei etwa 1000 Euro, gestohlen wurde Kaffee im Wert von 15 Euro.

Von Erntebrot in Döbeln war zu erfahren, dass der oder die Täter in dem Geschäft am Oschatzer Altmarkt zum Beispiel eine Tür demoliert haben. Entdeckt hatte den Einbruch ein 54-jähriger Lieferant. Als der Fahrer gegen 2.10 Uhr kam, sah er, dass die Tür offen stand. „Es waren Schränke und Schubladen durchwühlt worden. Sie haben Tabak-Waren und Kaffee mitgehen lassen. Der geschätzte Wert: 1000 Euro. Der Sachschaden beträgt hier rund 200 Euro.

In einem solchen Moment wünschen sich Inhaber und Personal, dass sich der Schaden in Grenzen hält. Besonders wichtig: Es ist keine Person zu Schaden gekommen.

Wer in der Nacht zu Donnerstag Beobachtungen gemacht hat und Hinweise geben kann, sollte sich im Polizeirevier Oschatz melden,
Telefon: 03435 6500.

Von Gabi Liebegall

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