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Drei Tage Feierlaune beim FERKHL-Festival in Luppa

Kultur Drei Tage Feierlaune beim FERKHL-Festival in Luppa

Gemütlich und familiär ging es beim FERKHL-Festival am Wochenende am Ortsrand von Luppa zu. Die Besucher konnten bei verschiedenen Musikrichtungen ordentlich abfeiern – von elektronischer Musik, aber auch Hip Hop und das Beste aus den 90ern.

Rundum kreativ geschmückt war das Festgelände am Ortsrand von Luppa für das FERKHL-Festival.

Quelle: Janett Rohnstock

Luppa. Dramatischer als in diesem Jahr hätte der Auftakt zum FERKHL-Festival in Luppa am Freitag kaum sein können. Blitze zuckten im Sekundentakt und es regnete wie aus Gießkannen. Doch davon ließen sich die Festivalfans nicht abschrecken. Frei nach dem Motto „Es gibt nicht das falsche Wetter, sondern nur unpassende Kleidung“, kamen die Besucher trotzdem im Dunkeln über den schlammigen Feldweg gestapft. Überraschend war dabei aber besonders die Wahl des Schuhwerks. „Gummistiefel zieh ich keine an. Mir zu warm. Ich hab jetzt Flip Flops an, da ist es egal, wenn die nass und dreckig werden“, erklärte Alexander Walter seine Schuhwahl. Einige Besucher kamen gleich barfuß daher. „So eine Ferkelei“, mag man denken – und das trifft es auch ganz gut. Denn der Name der Veranstaltung, die von Freitag bis Sonntag mit Musik für alle Geschmäcker lockt, hat im Namen durchaus eine Ähnlichkeit mit dem zartrosa Nachwuchs eines Schweins. Doch die Bezeichnung FERKHL beinhaltet keinen Tippfehler, sondern ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Dinge, für die es steht. „F steht für Festival, E für Electro, R für Rock, K steht für kleinstes, H für Hütte, L für Luppa“ – ganz einfach also.

Hütte wird Saustall genannt

Die Hütte auf dem Festivalgelände, auch liebevoll „Saustall“ genannt, war eine der Bühnen und konnte über eine Öffnung betreten werden, die an die Silhouette eines Schweins erinnerte. Das ist aber nur ein kleiner Teil der ausgefallenen Dekoration, die sich das Team um Mario Gutowski einfallen ließ. Fast zu schade, nur abends zu kommen, denn im Hellen erlebt man die volle Bandbreite von Kreativität, die auf kleinstem Raum jede Ecke schmückt. Ob es Omas Gardinen in der Ecke zum Ausspannen sind oder die Kollektion von Sonnenbrillen, die mit lustigen Nasen die Fassade des Saustalls schmückt, alles Unikate aus liebevoller Handarbeit.

Wegen des Unwetters am Freitagabend startete das Programm auf der offenen Hauptbühne mit ein wenig Verzögerung. Die Technik ließ die FERKHL nicht im Stich, der Strom fiel nicht aus und die Besucher ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. Außerdem hatte man so viel mehr Zeit, sich in Ruhe umzusehen, bevor die Party richtig los ging. Wegen der durchnässten Klamotten erfreute sich die Zauberkiste besonderer Beliebtheit. Man ging, ähnlich wie bei der Fernsehshow „Mini Playback Show“, in einen Raum, suchte sich dort ein neues Outfit aus und kam als neuer Mensch heraus.

Nasse Sachen gegen etwas Warmes getauscht

Das ließ sich auch Alexander Walter nicht zweimal sagen, denn die Aussicht, das nasse Shirt gegen etwas Wärmeres zu tauschen, gewann mit fortschreitendem Abend immer mehr an Attraktivität. Nach gespannten Minuten des Wartens überraschte er seine Freunde dann mit einer unschlagbaren Kombination aus den bewährten Flip Flops und einem Herrenschlafanzug. Seine eigenen Sachen blieben in der Kiste für den nächsten Bedürftigen. So ausgestattet ergaben sich auch bei vielen anderen Besuchern die wildesten Outfits. Gut so, denn nur so konnte man auch ordentlich zu den verschiedenen Musikrichtungen abfeiern, denn es blieb nicht nur bei elektronischer Musik, sondern auch Hip Hop und das Beste aus den 90ern wurde von den Besuchern gefeiert. Am Sonnabend und Sonntag war Petrus den Feiernden wohlgesonnen und viele blieben das ganze Wochenende in Luppa. Man hatte ja alles, was man brauchte vor Ort. Und das auf kleinstem Raum. Genau darum geht es den Organisatoren. Im Gegensatz zu den riesigen Festivals, die jährlich nach noch größeren Besucherrekorden streben, haben sie es geschafft, in Luppa ein Festival zu initiieren, dass nicht auf Kommerz ausgerichtet ist, sondern mit einer gemütlichen, familiären Atmosphäre aufwartet – das FERKHL eben.

Von Janett Rohnstock

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Luppa
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