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Oschatz Drei Wehren proben in Cavertitz gemeinsam für den Ernstfall
Region Oschatz Drei Wehren proben in Cavertitz gemeinsam für den Ernstfall
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00:41 24.07.2015
Erste Hilfe vor Ort für die vermeintlich Verletzten. Schwerere Fälle werden mit Tragen zu einer Sammelstelle für Verletzte gebracht. Quelle: Dirk Hunger
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Bei dem Einsatz handelte es sich allerdings um eine Übung der beiden Wehren Cavertitz und Olganitz, die bereits seit 2007 eng mit dem Kameraden aus Wiederitzsch zusammenarbeiten. Noch während des angenommenen Löscheinsatzes kam der nächste Notruf: In Caveritz stieß ein Bus mit einem Pkw zusammen. Zwanzig verletzte Kinder im Bus und zwei Schwerverletzte im beteiligten Fahrzeug sind zu bergen und die Erstversorgung zu übernehmen.

Während einige Kameraden die verletzten Kinder aus dem Bus befreiten und zum Teil mit Tragen zu einer Sammelstelle brachten, kümmerten sich andere Kameraden um die "Schwerverletzten" im Pkw. Dazu musste die Heckscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen werden. Ein Kamerad kroch von hinten in das Fahrzeug, um die beiden Opfer aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Mit einem Dummy wurde am Rande des Unfallgeschehens die Wiederbelebung vorgenommen. "Für uns ist so ein Massenunfall völliges Neuland. Wir haben bisher so etwas noch nicht gemacht", gesteht der Olganitzer Wehrleiter Rainer Sternberger. Deshalb ist er froh über die Zusammenarbeit mit den Wiederitzscher Kameraden. Während die Olganitzer Brandbekämpfer im Jahr zu etwa drei bis fünf Einsätzen ausrücken, kommen die Wiederitzscher Frauen und Männer auf 200 bis 300 Einsätze. "Sie sagen uns, was falsch und was richtig ist. Wir selbst würden im eigenen Saft schmoren", so Sternberger. "Die Übung ist sehr gut gelaufen", schätzt der Wiederitzscher Wehrleiter Matthias Groll, der mit 21 Kameradinnen und Kameraden vor Ort ist, am Ende ein. Ziel sei es nicht nur, die Kameraden auf solche Einsätze vorzubereiten, sondern auch die Führungskräfte der Wehr zu schulen. Während der Auswertung erfuhren die Beteiligten aber auch, was noch verbesserungswürdig ist.

"Die Übung hat ganz gut geklappt. Wir haben alle etwas dazu gelernt", schätzt auch Gruppenführer Martin Sternberger von der Olganitzer Wehr ein. Bedanken möchten sich die Kameraden übrigens bei der OVH für die kostenlose Bereitstellung des Busses samt Fahrer sowie die Unterstützung der Kinder aus der Grundschule Caveritz, die die Verletzten simulierten.

Heinz Großnick

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