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Oschatz Drescherfest in Lampertswalde mit alter Technik
Region Oschatz Drescherfest in Lampertswalde mit alter Technik
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06:00 21.08.2017
Alte Erntetechnik wird beim Drescherfest in Lampetrtswalde vorgeführt. Quelle: Sven Bartsch
Lampertswalde

Arbeit in der Landwirtschaft ist beileibe kein Spaziergang. Wie schwer die Aufgaben aber früher tatsächlich waren, davon können Besucher demnächst beim Drescherfest in Lampertswalde einen Eindruck bekommen. Der Verein zur Pflege und Förderung alter landwirtschaftlicher Traditionen und Techniken sowie der Highlanderhof laden dazu am Sonntag, dem 27. August, ein. Dieses Jahr erstmals nicht das ganze Wochenende, sondern verkürzt. „Wir wollten uns darauf konzentrieren, den Gästen an einem Tag ein abwechslungsreiches Programm zu bieten“, begründete Veranstalter Günter Hessler.

Ungarische Gulaschsuppe im Angebot

Dafür können sich die Besucher dieses Jahr auf etwas Besonders freuen: „Ein Bäcker wird vor Ort backen, so dass die Gäste den Weg vom geernteten Dinkelkorn, zur Verarbeitung bis hin zum fertigen Brot verfolgen können.“ Kulinarisch werde darüber hinaus Süßes und Herzhaftes wie ungarische Gulaschsuppe geboten. „Natürlich kommen die meisten Besucher aber wegen der Technik hierher“, weiß Günter Hessler, „da haben wir wieder viel zu schauen: historische Erntemaschinen, russische Technik sowie alte und neue Holztechnik.“

Der Highlanderhof Lampertswalde ist einer von zwei Landwirtschaftsbetrieben, die sich aus der Region Oschatz am Tag des offenen Bauernhofes beteiligen. Vorgelegt hatte der Milchhof Kötitz im Wermsdorfer Ortsteil Calbitz im Mai. „Die Besucher konnten sich hier die Neuerungen auf unserem Gelände ansehen. Darunter das Melkkarussell mit 60 Plätzen, den Abkalbestall mit separaten Boxen für die kalbenden Kühe und den neuen Repro-Stall mit Strohverteiler“, sagt Roel van den Hegel, Geschäftsführer des Milchhofes. Die Besucher sollten für die Landwirtschaft sensibilisiert werden. „Sie konnten sehen, was in der Landwirtschaft tatsächlich passiert und einen Einblick davon bekommen, mit welcher hochmodernen Technik wir arbeiten, um das Beste für das Tierwohl zu tun.“

Sächsischen Landesbauernverband unterstützt teilnehmende Betriebe

Ein Tag des offenen Bauernhofes sei eine gute Sache, bestätigt die Geschäftsführerin des Regionalbauernverbands Döbeln-Oschatz, Iris Claasen. „Die Bevölkerung – egal ob in der Stadt oder im ländlichen Raum – hat zum Teil keine Ahnung, wie Landwirtschaft im realen Leben funktioniert.“ Die teilnehmenden Betriebe werden über den sächsischen Landesbauernverband unterstützt.

Von Jana Brechlin

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