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Oschatz Echte Radsportler trotzen Wetter
Region Oschatz Echte Radsportler trotzen Wetter
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16:28 25.09.2014
Die Unentwegten lassen sich von den Witterungs- und Straßenbedingungen nicht von einem Start in Thalheim abhalten. Quelle: Dirk Hunger

Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Organisatoren vom LRC Mittelsachsen: Die starken Regenschauer hatten den Rundkurs um Thalheim sehr glatt gemacht. Auch blieben einige der 65 angemeldeten Startern zuhause.

"Wir haben uns aufgrund der Bedingungen dazu entschlossen, das Jedermann-Rennen und das für die Kinder abzusagen. Die Strecke ist einfach zu risikoreich", erklärte LRC-Vorsitzender Stefan Bräuer. Im Wettkampfbüro hatten Katja Hannß und Anita Häußler dennoch viel zu tun, denn was echte Radsportler sind, die lassen sich von keinem Wetter vom Start abbringen - so zum Beispiel bei den Männern und Senioren. Zu ihnen gehörte Roland Herberger aus Oschatz. "Wenn ein Rennen quasi vor meiner Haustür stattfindet, dann lasse ich es mir doch nicht entgehen, daran teilzunehmen", erklärte er vor dem Rennen über fünf Runden auf dem 6,5 Kilometer langen Rundkurs. Vorsorglich wie andere Renner auch, rieb sich der ehemalige Aktivist-Kemmlitz-Radsportler zum Schutz vor Nässe und den merklich kühleren Temperaturen die Beine ein.

Stark vertreten waren Sportler von Roter Stern Leipzig - einer Hobby-Radfahrertruppe, die sich jeden Dienstag seit Vereinsgründung 2005 zu gemeinsamen Ausfahrten trifft. "Wir sind trotz des Regens da und werden an den Start gehen", erklärte Christoph Wittwer. Mitglieder des Vereines hatten Tage zuvor die Strecke bereits abgefahren. Dabei war für sie die Streckenskizze der Ausschreibung nicht ganz einfach zu verstehen. Deshalb wurde eine neue, für Radsportler verständlichere angefertigt und an den LRC geschickt. Dafür gab es am Sonntag ein Dankeschön an den Zeichner Gerald Biehl, der diese den Organisatoren zur Verfügung gestellt hatte.

Am Start in Thalheim waren auch Frauen und Jugendliche. Zu ihnen gehörte Maxi Dittrich aus Schönnewitz. Die 15-Jährige ist seit fünf Jahren aktive Triathletin beim SC Riesa und trug sich schon bei einer Deutschen Meisterschaft in die Starterliste ein. Seit diesem Jahr geht sie bei Wettkämpfen mit einem eigenen Rad an den Start. Vorher wurde das Gefährt durch ihren Verein zur Verfügung gestellt. "Es ist aber besser, wenn Maxi ein eigenes Rennrad besitzt. Deshalb freuen wir uns, dass sie vom Zweirad-Team Fritzsche in Oschatz ein gutes Angebot erhielt und unterstützt wird", sagte ihre Mutter. Vier- bis fünfmal trainiert Maxi Dittrich in der Woche. So war das Radrennen in Oschatz für sie wie eine Trainingseinheit. "Fall nicht hin!", wünschten Sonja und Holger Dittrich ihrer Tochter wegen der schlechten Witterung. Später ging Papa Holger an den Start.

Trotz des Einsatzes von mehr als 30 Helfern an der Strecke sowie im Start- und Zielbereich, lief nicht alles nach Plan. Ein Oldtimerbus fuhr trotz des Hinweises auf das Radrennen und der Absperrung über die Strecke und hinterließ eine Ölspur. Das bescherte den Organisatoren zusätzliche Aufregung und beeinträchtigte das Renngeschehen.

Bärbel Schumann

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