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Oschatz Echtes Weihnachtsmarkt-Feeling in Oschatz
Region Oschatz Echtes Weihnachtsmarkt-Feeling in Oschatz
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16:56 09.12.2012
Sint Nikolaas und die Mohren aus Blomberg bescherten am Sonnabend die Oschatzer Kinder auf dem Weihnachtsmarkt. Quelle: Dirk Hunger

Von Janett Petermann

Interessiert wurden die Waren der Händler begutachtet. Diese reichten von Kunsthandwerk bis zu Textilien. "Ich bin überrascht, wie viele Leute heute hier sind", staunte die 69-jährige Inge Weil. Wie viele andere, war auch sie mit ihren Enkeln gekommen, um sich das bunte Programm auf der Bühne anzusehen. Nach dem Kemmlitzer Blasorchester, welches mit weihnachtlichen Melodien besinnlich stimmte, kam endlich das, worauf die Kinder schon die ganze Zeit warteten. "Kommen jetzt die lustigen schwarzen Männer?", fragte Louise Spindler, die mit ihren vier Jahren das erste Mal auf die Bühne durfte. Aus der Partnerstadt Blomberg war Sint Nikolaas mit einer Schar Mohren angereist. Besonders auffällig war dabei der fremde Dialekt. "Die reden ja komisch", wunderten sich Groß und Klein. Als in Blomberg holländische Truppen stationiert waren, brachten diese den Brauch der Weihnachtsmohren mit in die Stadt. Von dort kamen die niederländischen Weihnachtsboten dann in unsere Stadt. Sowohl Nikolaas, als auch die Mohren sprachen aber perfekt Deutsch und schmunzelten über die Wortneuschöpfungen und Lieder der deutschen Kinder. "Das hast du aber fein gesungen", urteilte Nikolaas, auch wenn seine Mohren schon lachen mussten. Immerhin war es ja auch nicht einfach bei den großen Fremden auf der Bühne. Manchem kleinen Oschatzer verschlug es glatt die Sprache beim Anblick der kohlrabenschwarzen Gesichter. Ermunternde Worte reichten aber meistens aus, um den Schreck zu überwinden.

Die Eltern und Großeltern vor der Bühne waren stolz und auch, wenn Text und Melodie der Lieder nicht immer im Einklang waren, bekam jeder eine Kleinigkeit vom Nikolaas. "Ich finde den Brauch wunderbar. Unser Sohn hat den ganzen Tag über nichts anderes geredet", freute sich Melanie Weidner, die mit ihrem Sohn Tobias extra aus Dahlen nach Oschatz kam. Auch die Mohren, die nicht auf der Bühne waren hatten ihren Spaß am Verteilen kleiner Aufmerksamkeiten an die Besucher des Marktes. Hier und da wurde heimlich ein Geschenk in Kapuzen oder Einkaufskörbe gesteckt. Wurden sie bemerkt, hüpften sie wild davon und freuten sich über den gelungenen Streich. Immerhin mussten sich bei knapp zehn Grad unter Null auch holländische Mohren warm halten.

Die Oschatzer hielten sich an Glühwein und Punsch um nicht auszukühlen und möglichst viel vom Programm zu sehen. Wer bis zum Wochenende noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, hat noch bis morgen die Chance, sich auf dem Weihnachtsmarkt auf die Feiertage einzustimmen.

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