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Oschatz Ehemaliger Konsum in Ablaß wird platt gemacht
Region Oschatz Ehemaliger Konsum in Ablaß wird platt gemacht
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06:00 05.07.2017
Schandfleck Nummer 1 in Ablaß. Jetzt soll der Abbruch des ehemaligen Konsumgebäudes erfolgen. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Ablaß

Jetzt ist es beschlossene Sache. Das ehemalige Konsumgebäude im Mügelner Ortsteil Ablaß soll abgerissen werden. Allerdings sind dafür noch einige bürokratische Hürden zu bewältigen. Geschlossen stimmten die Stadträte von Mügeln während ihrer jüngsten Sitzung der Beschlussvorlage über eine außerplanmäßige Auszahlung von 20 000 Euro im Haushalt 2017 für den Abriss der ehemaligen Kaufhalle zu. Die Kosten für Planung, Abbruch und Außengestaltung belaufen sich insgesamt auf 80 000 Euro. Die Realisierung des Rückbaus hat die Stadt beim Regionalmanagement der Leader-Region Sächsisches Zweistromland-Ostelbien beantragt. Das Entscheidungsgremium hat den Abriss mittlerweile befürwortet.

Kommune benötigt 200 000 Euro Eigenanteil

Nun wartet die Stadt nach Angaben von Mügelns Bauamtsleiterin Karin Uhde auf ein mehrseitiges Papier des regionalen Entscheidungsgremiums mit der Begründung für die Zustimmung. Erst wenn diese in der Stadtverwaltung schwarz auf weiß vorliegt, kann die Stadt einen Fördermittelantrag beim Landratsamt Nordsachsen stellen. Dabei muss gesichert nachgewiesen werden, dass die Kommune den Eigenanteil von 20 000 Euro aufbringt. Gibt es dann von Seiten des Kommunalamtes der Kreisbehörde eine positive Stellungnahme, steht dem Abriss fast nichts mehr entgegen. Denn dann sei immer noch fraglich, ob es für das Vorhaben überhaupt Fördermittel gebe. Die Finanzierung des Eigenanteils soll unterdessen aus nichtbeanspruchten Mitteln für den Umbau des Bahnhofsgebäudes zum Geoportal erfolgen, heißt es in der Begründung zur Beschlussvorlage. Die Bauamtsleiterin hofft, dass die bürokratischen Hürden so schnell wie möglich genommen werden, damit der Abriss möglichst noch in diesem Jahr erfolgen kann.

Kaufhalle wurde 1977 in Betrieb genommen

Das aufgrund des nunmehr jahrelangen Leerstandes zum Schandfleck verkommenen Gebäudes wurde am 27. Februar 1977 als Konsumkaufhalle in Betrieb genommen. Nach der Wende wurde das Anwesen geschlossen und erlebte im Januar 2014 eine Wiederbelebung, indem der Laden durch Privatinitiative mit einem Grundversorgungssortiment wiedereröffnete. Allerdings währte die Freude der Einwohner über ihre Einkaufsmöglichkeit nicht sehr lange. Denn Ende 2015 schlossen sich für immer die Türen.

„Die Kaufhalle soll mit dem Eingangsterrassenbau, der Laderampe und der betonierten Freifläche einschließlich Kläranlage abgebrochen werden“, kündigt die Stadtverwaltung Mügeln an. „Die Fläche liegt nicht im Überschwemmungsgebiet und soll dann zunächst begrünt werden“, informiert Bauamtsleiterin Uhde über die weitere Verfahrensweise und ergänzt: „Vielleicht findet sich dann auch mal ein Bauherr, der dort seine eigenen vier Wände errichten möchte.“ Insgesamt umfasst das Areal nach Angaben aus dem Bauamt etwa 1600 Quadratmeter.

Von Heinz Großnick

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