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Oschatz Ehrenmitglied im Rabatt-Spar-Verein Oschatz und Umgebung
Region Oschatz Ehrenmitglied im Rabatt-Spar-Verein Oschatz und Umgebung
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15:24 08.04.2013
Visitenkarte der Firma Hermann Bock. Quelle: Privat

Das Hauptgebäude am Neumarkt ist damals einer grundhaften Modernisierung durch den Oschatzer Baumeister Moritz Jesch unterzogen worden.

Das Erdgeschoss bot zwei Läden Raum, einem Schokoladen- und einem Zigarren-Spezialgeschäft. Der bekannteste Besitzer des Mogk'schen Hauses, dessen Geschichte sich bis in das Jahr 1477 zurückverfolgen lässt, war zu Luthers Zeiten der kurfürstliche Amtmann Jobst Riegel. Er erwarb das Haus im Jahr 1523.

Er soll trinkfest, spielwütig und dabei ein in den Dingen des täglichen Lebens und der verwickelten kurfürstlichen Politik gewiefter Geschäftsmann gewesen sein.

Vom Vertrauen der Bürgerschaft getragen, wirkte Hermann Bock acht Jahre, von 1910 bis 1918 als Stadtverordneter. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges stand er fünf Jahre lang der sogenannten Kriegseinkaufsgenossenschaft der Amtshauptmannschaft Oschatz als ehrenamtlicher Leiter vor. In Anerkennung seiner Tätigkeiten erhielt er am 2. Februar 1918 die Ehrenurkunde für freiwillige Wohlfahrtspflege.

Im Jahr 1934 wurde er für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Handelsschutz- und Rabatt-Spar-Verein Oschatz und Umgegend e.V. zum Ehrenmitglied ernannt.

Hermann Bock war nicht zuletzt auch bis ins hohe Alter aktiver Turner und Vereinsältester des Oschatzer Turnvereins von 1847, dessen Ehrenmitgliedschaft ihm aus Anlass seines 70. Geburtstages am 23. Januar 1931 verliehen worden war.

Im Jahr 1914 konnte die nun blühende Firma auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Das Personal war auf 11 Mitarbeiter - zwei Damen und neun Herren - angewachsen. Die nachfolgenden Jahre verursachten jedoch infolge Krieg, Zwangsbewirtschaftung und Inflation eine anhaltende Stagnation des allgemeinen Geschäftslebens, von der auch die Firma Hermann Bock nicht verschont blieb. Anstelle von Bohnenkaffee wurde damals hauptsächlich die so genannte "Spitzbohne", also Malzkaffee geröstet und gehandelt.

Erst mit der Einführung der festen Währung war wieder eine solide Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung gegeben.

Peter Bock

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