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Oschatz Ein Oschatzer in Sachsens Klassenzimmern: Frank Kupfer macht Schule
Region Oschatz Ein Oschatzer in Sachsens Klassenzimmern: Frank Kupfer macht Schule
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15:00 27.11.2016
Christian Kunze Quelle: ALL
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Oschatz

Wir sind nicht im Schlaraffenland, ruft Frank Kupfer Sachsens Lehrern zu. Das stimmt, denn das Schlaraffenland für Sachsens Lehrer liegt außerhalb des Freistaats, wo Höhergruppierung und Beamtenstatus wie Milch und Honig auf Konten und in Arbeitsverträge fließen.

Der CDU-Fraktionschef leitete noch nie das Kultusressort – Glück für ihn, denn dieses Ministerium bekommen immer jene Abgeordneten, die in der ersten Kabinettssitzung das kürzeste Streichholz ziehen. Da Kupfer für seine Äußerungen mächtig Dresche bezogen hat, folgt er dem Vorschlag des Oschatzer Regionalsprechers der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), Steffen Gobert – und unterrichtet selbst. Wir dürfen uns auf ein erhöhtes Kupfervorkommen an Sachsens Schulen freuen.

Der seit über 30 Jahren in der Politik tätige Oschatzer gibt zu, dass er „überhaupt nicht verstehen kann“ warum Lehrer ihr Streikrecht wahrnehmen. Das ändert sich, wenn er merkt, was Lehrer sein heute bedeutet. Er wolle keine Experimente, wie in Nachbarbundesländern, sagt Kupfer. Ein Tag in Biologie, Chemie und Physik zeiget jedoch: Experimente gibt es an den hiesigen Schulen genug.

Versuche mit dem Quereinsteiger sind angesichts stetig respektlos werdender Schüler möglich in Elektrizität (Wie leitfähig ist das Metall Kupfer? oder Wie leidensfähig ist der Mensch Kupfer?) und Pflanzenkunde (Wir pflanzen eine Kupfer-Felsenbirne). Wenn das nicht hilft, droht dem Landtags-Lehramtsanwärter womöglich noch einer – Hetze ist ja salonfähig. Es ist Vorsicht geboten, denn mancher beherrscht seit Schulzeiten die hohe Kunst des Kupferstichs – eine fragwürdige Form der Kunsterziehung.

Von Christian Kunze

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