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Oschatz Ein Tag nur für die Beine
Region Oschatz Ein Tag nur für die Beine
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22:28 12.10.2014
Leisnig

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Damit das Bein und die so wichtige Vorsorge beziehungsweise überhaupt irgendeine Beachtung nicht zu kurz kommen, lud die Leisniger Klinik zum ersten Beintag ein. Sechs Vorträge informierten die Besucher, die am Sonnabend den Weg ins Krankenhaus fanden, über Themen wie Krampfadern, Wasser im Bein, Hüftfehlstellungen, Diabetes im Fuß, Arthrose oder Hallux Valgus.

"Wir als Krankenhaus und Mediziner haben die Pflicht zu informieren. Weil in den einzelnen Sprechstunden in denen immer großer Andrang herrscht, kaum Zeit für detaillierte Erklärungen und Ursachenforschung ist, wollen wir diesen Tag dafür nutzen mal genauer hinzusehen", so der Ärztliche Direktor. Trotz der Bekanntheit dieser sogenannten Volkskrankheiten, wie beispielsweise die Schiefstellung des großen Zehs (Hallux Valgus), spricht kaum einer darüber oder findet den Weg zum Arzt. "Die meisten kommen erst, wenn es zu spät ist oder die Behandlung schon viel eher nötig gewesen wäre."

Um die Besucher vor allem auch für ihre eigenen Beine und Füße zu sensibilisieren, ließen sich die Mitarbeiter der Helios Klinik neben dem fachlichen Wissen auch einiges einfallen, was direkt vor Ort probiert und getestet werden konnte. Die Barfußstrecke ist dabei eine beliebte Station, bei der neugierige Besucher Halt machen. Hygieneschwester Mandy Glauch lässt Jung und Alt über Papier, Styropor, Steine oder Sand gehen. "Barfuß gehen ist gesund", weiß Mandy Glauch.

Bei Gerald Cyrnik, Stationsleiter in der Wundambulanz, konnte man sich die eigenen Arterien testen lassen. Dafür hörte er die Pulsgeräusche der Blutgefäße mittels Ultraschallgerät ab. "Wir testen, ob die Durchblutung stimmt. Vorher wird noch ein Laufband-Test durchgeführt", so Cyrnik. Wenn die Füße anschwellen und man während des Laufens immer mal wieder stehen bleiben muss, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um die Schaufensterkrankheit handelt. "Weil man immer stehen bleiben muss - wie beim Schaufensterbummeln", erklärt Schwester Heike Goldammer.

Dass Beschwerden an Bein und speziell dem Fuß keine Einzelfälle betrifft, zeigt die Zahl der Menschen, die wöchentlich die Sprechstunde im Helios-Krankenhaus besuchen. "Über 100 Patienten pro Woche werden empfangen", erklärt Dr. René Schwarz. "Hier sehen wir, dass viele zu spät kommen. Wir können meistens nur noch Katastrophenmanagement betreiben."

Während sich die "Großen" bei Fachvorträgen informieren lassen, beschäftigen sich die kleinen Besucher mit angenehmeren Dingen. In der Teddy-Klinik können kaputte Kuscheltiere wieder genäht werden. Das Interesse der Knirpse liegt aber viel mehr beim Basteln, als beim Leben retten. Lampen, Taschen und Figuren konnten angefertigt werden. Passend zur Herbstzeit waren Eulen in rötlichen Farben das Lieblingsmotiv der kleinen Kreativen.

Stephanie Jankowski

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