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Oschatz Ein Zug voller Narren rollt zwischen Oschatz und Mügeln
Region Oschatz Ein Zug voller Narren rollt zwischen Oschatz und Mügeln
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00:18 04.02.2016
Spaß im Schmalspurwaggon: Die Stimmung im Wilden Robert war gestern hervorragend.  Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz/Mügeln

 Bandenchef Egon zeigte sich begeistert. „Das ist das Beste, was der Oschatzer Carneval Club je machen konnte. Da vergisst man regelrecht, warum man eigentlich unterwegs ist“, sagte Egon Olsen alias Matthias Richter gestern bei seiner Ankunft auf dem Mügelner Bahnhof. Sonst immer mit seinem „Ganoventrio“ auf der Suche nach neuer Beute in Tresoren, hatte der Egon vor lauter Faschingstrubel beim „Wilden Robert“ seine eigentliche Mission vergessen und amüsierte sich bei der zweiten Auflage des Faschings(um)zuges beim Wilden Robert prächtig. „Wir sind 16 Leute und haben viel Spaß. Der Faschingszug könnte zu einer richtig guten Veranstaltung als Aushängeschild für die ganze Region und den Fasching werden“, ist sich Richter sicher. Andere Frauen und Männer in bunten Kostümen, die zu der Oschatzer Truppe gehören, nickten zustimmend. Nicht weit von ihnen entfernt zogen kostümierte Frauen und Männer zu„Jetzt fahr’n wir in die Tschechei“ von den Randfichten bei einer Polonaise über den Bahnhof.

Unterdessen hatte sich die Oschatzer Truppe an den Ständen mit wärmenden Getränken versorgt. Nun lauschten sie der Geilen Gugge aus Belgern, die für gute Stimmung bei den Faschings- und den Zaungästen sorgte. „Mit 30 Leuten sind wir diesmal wieder dabei“, erzählte Ramona Walther zwischen zwei Musikstücken. „Auf den Unterwegsbahnhöfen war so viel los, da fuhr unser Zug stets mit Verspätung ab. Aber das stört heute wohl niemanden“, ergänzte die Paukerin. „Im letzten Jahr waren wir von der Premiere so begeistert, dass diesmal noch mehr Leute von uns mitgekommen sind. Nächstes Jahr wollen wir garantiert wieder dabei sein.“ Den Hauptorganisatoren vom Oschatzer Carneval Club, ihren Mitstreitern und Verbündeten aus anderen Faschings-, Sport- und Musikvereinen sowie den diensthabenden Mitgliedern des Fördervereins „Wilder Robert“ klingt das natürlich Balsam in den Ohren. Doch schon vor der Veranstaltung konnten sie sich über den Zuspruch freuen: Drei Wochen vor der Fahrt waren bereits alle Zugplätze besetzt, 170 Karten verkauft. Das sind 50 mehr als im Vorjahr. Das Erreichen der Zugkapazität veranlasste OCC-Präsidentin Angela Leopold gestern sogar zum Nachsinnen, womöglich noch einen weiteren Termin für einen Faschings(um)zug im nächsten Jahr zu planen. „Noch mehr Wagen anhängen ist nicht drin“, fügte sie hinzu.

Derweil gönnte sich Zeremonienmeister Günter Staffe eine kurze Verschnaufpause. „Ich bin einfach begeistert. Auf jedem Bahnhof war etwas los und viele Gäste schauten vorbei, ohne dass sie im Zug mitgefahren sind. Das war richtig Klasse“, so Staffe. Er freute sich auch über die Programmteile an den Haltepunkten, wie etwa den Tänzen von Funken und Fünkchen aus Oschatz und Dahlen, von Line Dancers und Sportlerinnen. Zudem entdeckte er im Zugtross bekannte Gesichter von Karnevalisten aus anderen Vereinen, die nicht zu den Organisatoren gehören. „Die sind zum Kiebitzen hier. Aber vielleicht werden sie von der guten Stimmung angesteckt und machen in Zukunft auch mal mit“, erklärte er.

Glücklich über den Erfolg der Zweitauflage des Faschings(um)zuges ist OCC-Präsidentin Angela Leopold: „Der Zuspruch und die Stimmung lassen alle Mühen vergessen. Einfach Danke den Helfern und Akteuren für ihren Einsatz.“

Von Bärbel Schumann

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