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Ein kleiner Stein aus der Selbitz dient als Staffelstab

Ein kleiner Stein aus der Selbitz dient als Staffelstab

Fünf Männer, fünf Frauen, 171,3 Kilometer - diese Zahlen stehen für den Rennsteig-Staffellauf. Das Team "Collm-Läufer" hat ihn zum zweiten Mal erfolgreich bestritten.

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Das Team der Collm-Läufer: Thomas Grundmann, Frank Winkler, Denny Rost, Anita Häußler, Yvette Wüstner, Anne-Kathrin Müller (hinten v.l.) sowie Rosemarie Gruhne, Uwe Gerstmann, Silke Dewitz und Wallfried Heinicke (vorn v.l.).

Quelle: Anita Häußler

Oschatz. Von anita häußler

 

Vier Aktive waren Wiederholungstäter, die anderen teilweise zum ersten Mal überhaupt am Rennsteig. Vielleicht hat dieser Höhenweg im Thüringer Wald wieder ein paar neue Anhänger gefunden.

 

Der Aufwand, der dafür betrieben werden muss, ist allerdings enorm. Gemeint ist dabei weniger das Training im Vorfeld. Vielmehr muss für den Start um 5 Uhr bereits am Vorabend angereist werden, und die Mannschaft ist erst nach Mitternacht des Folgetages wieder in der Heimat.

 

Ein großer Pluspunkt geht an den Veranstalter GutsMuths-Rennsteiglaufverein, der jetzt erstmals auch für den Staffellauf verantwortlich war - keiner konnte sich verlaufen, die Strecke war hervorragend ausgeschildert. Wäre da nicht der Start gewesen. Zur Erheiterung der Zuschauer bog das gesamte Feld zu früh links ab und kam kurze Zeit später wie ein Bienenschwarm zurück, um auf der richtigen Strecke weiterzulaufen.

 

Für die Collm-Läufer startete unter anderem auch Denny Rost aus Luppa. Er war erst vier Tage vor dem Lauf kurzfristig als Ersatz eingesprungen, da sich ein anderer Läufer des Teams verletzte. 171,3 Kilometer sind eine unvorstellbar große Distanz, die gemeinsam bezwungen wurde. So etwas schweißt die Mannschaft zusammen. Auf die Frage, ob sich Denny Rost als Startläufer den Rest des Tages gelangweilt habe, antwortete er: "Ich habe mit jedem Läufer mitgefiebert und mich gefreut über ein gutes Ergebnis." Thomas Moosdorf fand es toll, dass die anderen Team-Mitglieder zum Anfeuern an der Strecke standen, denn "dann läuft es gleich noch einmal so gut". Uwe Gerstmann, der eine der drei 20-Kilometer-Strecken in Angriff nahm, profitierte von der spontanen Reaktion des begleitenden Fahrzeugs. Als er merkte, dass er sein Asthma-Spray benötigte, war es zur Stelle. Apropos Fahrzeuge: ein großes Dankeschön geht an Autohaus Hirth und das Fuhrunternehmen Bahrmann für das Bereitstellen von Bus und Pkw für die Sportler.

 

Dafür, dass für das Team der Collm-Läufer alles reibungslos funktionierte, sorgte Anita Häußler. Ihr liefen am Rennsteig immer wieder Thüringer Lauffreunde über den Weg. Vor allem das Mix-Team ihres alten Vereins SV Kyffhäuser war oft zur gleichen Zeit an den Wechselstellen. Irgendwann achteten dann auch die anderen Collm-Läufer auf die weißen Leibchen von "Barbarossas Rache". Ein kleiner freundschaftlicher Wettstreit, den die Collm-Läufer übrigens knapp gewannen.

 

Der unbestreitbare Höhepunkt des Wettkampfes war der gemeinsame Einlauf ins Ziel mit Schlussläufer Wallfried Heinicke nach 15 Stunden und 28 Minuten. Das bedeutete Platz 38 von 73 Teams in der Mix-Wertung. Zum Abschluss wurde traditionell der kleine Stein aus der Selbitz vom Startort Blankenstein in die Werra bei Hörschel geworfen. In gewisser Weise diente der Stein als Staffelstab bei Deutschlands größtem Staffellauf.

 

Jetzt müssen alle das Erlebte erst einmal sacken lassen. Mal sehen, wer dann wieder Feuer und Flamme ist, wenn es in einem halben Jahr heißt, sich innerhalb von zwei Minuten einen der begehrten 230 Startplätze für den Rennsteig-Staffellauf 2015 zu sichern.

häu

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