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Oschatz Einblicke in fast normalen Wermsdorfer Werkstattalltag
Region Oschatz Einblicke in fast normalen Wermsdorfer Werkstattalltag
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00:32 22.03.2018
Anja Medicke (r.)erläutert Besuchern die Arbeitsschritte beim Herstellen von Farbmustertafel für Jalousien. Quelle: Foto: ak
Wermsdorf

Neben Angehörigen der hier Betreuten und Mitarbeitern anderer sozialer Einrichtungen im Ort nutzen auch Nachbarn und Auftraggeber der Werkstatt diese Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen in Augenschein zu nehmen. Sie konnten sich ansehen, wie zum Beispiel in der Wäscherei und den Montageabteilungen gearbeitet wird und welche Produkte dort entstehen. Einige Besucher zeigten sich überrascht davon, welch komplexe Aufträge hier abgewickelt werden können, weil sie in eine Reihe von leichten und leicht erlernbaren Einzelschritte aufgeteilt werden. So fertigen die hier Betreuten zum Beispiel Drückjagdböcke für den Sachsenforst und Thermostatventile für die Rossweiner Armaturen und Messgeräte GmbH.

Kathrin Scholz, Mitarbeiterin im Wermsdorfer Wohnheim des CSW, besuchte mit zwei von ihr Betreuten den „Tag der offenen Tür“ in der Werkstatt. „Ich kenne hier viele Leute und weiß einiges über die Arbeit hier, aber alle Aktivitäten kannte ich bisher auch noch nicht“, sagte sie der Oschatzer Allgemeinen.

Ein Mügelner Besucher nutzte die Gelegenheit, um sich den Arbeitsplatz seines Sohnes anzusehen. „Das Personal bemüht sich, den Leuten hier entsprechend ihren Möglichkeiten eine passende Beschäftigung zu geben. Das hat alles Hand und Fuß“, lautet seine Einschätzung.

Nicht nur in den Montagabteilungen wird für Kundschaft außerhalb des Sozialwerkes und seiner Einrichtungen gearbeitet. In der Wäscherei nehmen diese Aufträge für Wohnheime des CSW zwar einen breiten Raum ein, aber auch Krankenhäuser, Gaststätten und andere Firmen sowie Privatkundschaft gehören zu den Auftraggebern.

Neben diesen Abteilungen gehört ein Berufsbildungsbereich zur Werkstatt an der Sachsendorfer Straße. Dieser präsentierte sich am Freitag mit einem Verkaufsstand, an dem es handgefertigte Mitbringsel, zum Beispiel Holzfiguren gab. Vorbereitet war außerdem ein Basteltisch. Zumindest zu Beginn der Veranstaltung fanden sich jedoch keine Besucher, die hier selbst Oster- oder Frühlingsdekoration anfertigen wollten.

Am vergangenen Freitag bot das Christliche Sozialwerk die Gelegenheit, einen Blick in die von ihm betriebene Werkstatt an der Sachsendorfer Straße in Wermsdorf zu werfen. Während in den Montagegruppen und der Wäscherei der Arbeitsalltag ablief, stellte sich der Berufsbildungsbereich mit einem Basar vor und bot den Besuchern die Möglichkeit, selbst Oster- und Frühlingsschmuck zu basteln.

Von Axel Kaminski

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