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Oschatz Einsturzgefährdete Friedhofsmauer in Schweta saniert
Region Oschatz Einsturzgefährdete Friedhofsmauer in Schweta saniert
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00:20 14.08.2017
Bauabnahme an der Friedhofsmauer in Schweta. Quelle: Foto: Heinz Großnick
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Schweta

Die Reparatur war längst überfällig. Die Mauer des Schwetaer Friedhofes ist nach umfangreicher Sanierungsarbeit nun wieder standfest. Bereits seit etwa zwei Jahren sei ihr Einsturz befürchtet worden, weiß Friedhofsverwalter Peter Fritzsch. „Das Problem ist, dass die Grabstätten bis an die Mauer reichen. Wenn die umgefallen wäre, hätten die Urnen auf der Wiese gelegen“, beschreibt Frank Schirmer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchspielvorstandes Mügeln, ein mögliches Szenario. „Für die schlimmsten drei Felder sind deshalb Stahlbeton-Pfeilervorlagen als Stahlbetonversatzschalen errichtet worden“, informiert Statiker und Bauleiter Jochen Ritter-Müller zur Bauabnahme, die am Mittwoch erfolgte.

Sanierung kostet 33 000 Euro

Zunächst sollte der in der Mauer entstandene Spalt mit einer sogenannten Rissverpressung geschlossen werden. Allerdings habe es dafür kein geeignetes Material gegeben. Rund 33 000 Euro kosteten die Sanierungsarbeiten. Die Kosten teilen sich die Landeskirche, die Kirchgemeinde sowie die Friedhofsverwaltung. „Der Friedhofsanteil schmerzt besonders, weil das Geld an allen Ecken und Enden fehlt“, verdeutlicht Friedhofsverwalter Peter Fritzsch und fügt hinzu: „Wir stopfen seit Jahren nur Löcher. Die Situation ist kaum zu beheben. Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren.“ Auch auf die Stadtverwaltung Mügeln sei die Friedhofsverwaltung zugegangen, da es Pflichtaufgabe der Kommune sei, für Sicherheit zu sorgen. Doch auch im städtischen Haushalt seien die Mittel sehr begrenzt.

Elemente sollen begrünt werden

Dennoch freuten sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes zur jüngsten Bauabnahme, dass das Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt werden konnte. „Wir wollen die Elemente noch begrünen, damit sie nicht so geschmacklos dastehen. Den Auftrag dafür erhielt bereits der Gärtnermeister Schneider“, informiert Schirmer. Nicht zu vergessen sei die Tatsache, dass der Eigentümer des Grundstückes Ulrich Rolland an der Rückseite der Friedhofsmauer seine uneingeschränkte Zustimmung gab, damit das Vorhaben auf seinem Grund und Boden in Angriff genommen werden konnte. Das wisse die Kirchgemeinde sehr zu schätzen, sind sich die Beteiligten der Bauabnahme einig.

Von Heinz Großnick

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