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Oschatz Einwohner diskutieren über Bürgerhaus und Feuerwehrdepot
Region Oschatz Einwohner diskutieren über Bürgerhaus und Feuerwehrdepot
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16:18 29.08.2018
Die Garage am Bürgerhaus mit dem neu angefertigten Rolltor soll für das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr im Oschatzer Ortsteil Leuben sein. Quelle: Foto: Christian Kunze
Leuben

Aufgrund des Brückenbaus ist es derzeit kaum wahrnehmbar. Dennoch erregte das alte Feuerwehrgerätehaus an der Hauptstraße in Leuben die Gemüter zur jüngsten Einwohnerversammlung des Oschatzer Oberbürgermeisters Andreas Kretschmar (parteilos).

Die Stadt bewertet die Immobilie als einen Schandfleck. Das Haus werde nicht mehr benötigt und verursache beim Erhalt nur Kosten, die nicht mehr vertretbar seien, so das Stadtoberhaupt. Man wolle sich davon trennen. „Das Haus ist ans Wasser- und Abwassernetz angeschlossen. Wie in anderen ländlichen Orten auch stehen wir vor dem Problem, dass auf nur wenige Anschlüsse auf relativ viele Meter Kanalrohr verteilt sind. Das erzeugt mitunter einen immensen Aufwand, der auf die Gebühren umgelegt werden muss. Wenn mehr Anschlüsse da wären, von denen eingeleitet wird, sähe es schon anders aus“, so Kretschmar.

Auffälligere Schandflecke im Ortsbild

Einwohnerin Doreen Schubert argumentierte, dass es deutlich auffälligere Schandflecke im Ortsbild gebe als dieses Gebäude. Wenn es Kaufinteressenten dafür gebe, solle man sich dem nicht verschließen, argumentierte sie für den Erhalt des markanten Häuschens.

Das neu angeschaffte Fahrzeug der Leubener Ortsfeuerwehr, ein Caddy und zugleich Transporter und Einsatzfahrzeug der Kameraden, findet im alten Wehrdepot keinen Platz mehr. Deshalb ist es in einer von zwei Garagen am Bürgerhaus in der Waldstraße geparkt. Deren Holztor wurde für diesen Zweck extra durch ein modernes Rolltor ersetzt.

Bürgerhaus soll verkauft werden

Das Bürgerhaus selbst mit der darüber befindlichen leerstehenden Wohnung wird seit geraumer Zeit versucht zu veräußern. Die Räume im Erdgeschosse werden für Zusammenkünfte diverser Art genutzt und durch private Initiative aus dem Ort in Schuss gehalten. Das Haus im Eigentum der Stadt wird von der kommunalen Oschatzer Wohnstätten GmbH verwaltet, aber nicht vermarktet. „Uns obliegen hier nur Formalien wie die Betriebskostenabrechnung.“ Eine kurzfristige Vermietung der Wohnräume im ersten Stock sei laut Geschäftsführer Marc Etzold nicht möglich. „Die Wohnung ist nicht bezugsfertig und in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Nur mit Malerarbeiten ist es da nicht getan“, verdeutlicht Etzold.

Von Christian Kunze

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