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Oschatz Sommer in Oschatz: Eiscafés und Getränkehändler zufrieden
Region Oschatz Sommer in Oschatz: Eiscafés und Getränkehändler zufrieden
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15:22 08.10.2018
Schoko, Vanille oder eine ganz andere Geschmacksrichtung – dieser Sommer bot genug Gelegenheiten, dem Eiscafé seines Vertrauens einen Besuch abzustatten. Quelle: Foto: Axel Kaminski
Collm-Region

Baden gehen, Würstchen grillen, Eis essen – zu allem, was man so im Sommer gerne macht, bescherte uns der Sommer 2018 mehr Gelegenheiten als in vielen anderen Jahren. Haben wir sie genutzt?

Einen Trend zu mehr Grill-Abenden in diesem Super-Sommer konnte Christian Hansch, Obi-Marktleiter in Oschatz, nicht feststellen. „Die Leute haben nicht mehr und nicht weniger Grillkohle als im vergangenen Jahr gekauft“, stellte er fest. Das gleiche gelte für den Absatz von Grillgeräten. Den Sommer habe man vor allem an der deutlich höheren Nachfrage nach Chemie für den Pool und Sonnenschirmen gespürt. Bei Letzteren habe die Industrie nichts mehr nachliefern können. „Von Leipzig über Oschatz bis Dresden waren Sonnenschirme und Markisen Mangelware“, unterstreicht Christian Hansch.

Früher Heißhunger auf Gegrilltes

Etwas anders schätzt Guido Manke, Inhaber der gleichnamigen Mügelner Fleischerei, die Grillsaison ein. „Es war zunächst wie jedes Jahr: Im Frühjahr ist der Heißhunger auf Gegrilltes groß“, schildert der Fleischer seine Erfahrungen. Deshalb und wegen der bereits im April frühsommerlichen Temperaturen habe das Geschäft mit Bratwurst, Steak und Co. in diesem Jahr zeitig begonnen. Bei kürzeren heißen Phasen merke man im Geschäft durchaus, dass der Appetit der Leute nachlasse oder sich auf leichte Küche konzentriere.

Das sei in diesem Jahr mit der lang anhaltwenden Hitze anders gewesen. Irgendwann hätten sich die Leute offenbar damit arrangiert, so das auch wieder deftig gekocht und gebraten wurde. „Um der Langeweile am Grill vorzubeugen, haben wir für Abwechslung an der Ladentheke gesorgt“, erklärt Guido Manke.

In der Hochsaison biete man neben den Klassikern die Bratwurst mit Käse oder Bärlauch sowie verschiedene Spieße – auch mit Gemüseanteil – an. „So schnell wie im Frühjahr der Appetit auf das erste Gegrillte steigt, lässt diese Euphorie dann im Sommer nach, wenn nicht Neues geboten wird“, hat Guido Manke festgestellt. Mittlerweile sei die Saison definitiv dabei und das Sortiment wieder bei der normalen Breite angekommen.

Beste „Eis-Zeit“ seit Jahren

Auf die beste „Eis-Zeit“ seit vielen Jahren schaut Barbara Engel zurück. Das warme und sonnige Wetter, das von Mitte April bis in den September anhielt, bescherte dem Engelschen Eisgarten viel Umsatz. Die Gemütlichkeit im Garten hätte darunter nicht gelitten. „Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius macht sich bei der Kundschaft schon eine gewisse Trägheit breit“, hat Barbara Engel festgestellt. Die Leute hätten dann in ihren eigenen Gärten, auf Terrassen oder im Bad gesessen und jemanden aus ihrer Runde losgeschickt, der für alle Eis geholt hat.

Dafür sind wir hier mit dem Außer-Haus-Verkauf von gefrostetem Eis gut gerüstet“, zeigt Barbara Engel die Lösung dieser Trägheitsprobleme auf. Man habe sich einerseits rechtzeitig mit Rohstoffen eingedeckt und habe andererseits zu keinem Zeitpunkt mit Verzögerungen bei Bestellungen kämpfen müssen – es gab also keine Probleme dabei, genügend Eis zu produzieren.

Schoko-Vanille-Softeis bleibt Nr. 1

Auch in diesem Sommer habe sich nichts daran geändert, dass die Kombination Schoko-Vanille das Lieblings-Softeis der Oschatzer sei. „Das ist bei uns der Renner“, unterstreicht Barbara Engel. Kombinationen mit Frucht seien in den vergangenen Jahren nicht so gut gegangen. „Deshalb haben wir in diesem Jahr erstmals Streicheis in verschiedenen Fruchtsorten angeboten“, erklärt sie. Diese Neuerung sei bei den Gästen ganz gut angekommen.

Deutlich größerer Durst

Bei höheren Temperaturen mehr zu trinken, ist vernünftig. „Das hat unsere Kundschaft auf jeden Fall gemacht“, sagt Sandra Burkhardt, Inhaberin des Rewe-Marktes in Dahlen. Sie schätzt, dass in diesem Sommer rund 50 Prozent mehr Getränke verkauft wurden als im vergangenen Jahr. Bier auch, ja, aber vor allem Wasser. Alkoholfreies Bier und Radler seien ebenfalls stark nachgefragt worden. „Es war schon deutlich spürbar, dass mehr Getränke gekauft wurden“, betont Sandra Burkhardt.

Es sei viel Ware zu bewegen gewesen und auch bei der Flaschenrücknahme sei deutlich mehr Arbeit als in anderen Jahren angefallen. Das Team hätte manchen Lieferengpass erlebt, aber die Kunden hätten meist verständnisvoll reagiert. „Neben den Getränken ging in diesem Sommer alles gut, was mit Frische zu tun hat, also Obst, vor allem Melonen sowie Milch und Joghurt“, ist ihr aufgefallen. In der größten Hitze hätten augenscheinlich manche Kunden darauf verzichtet, selbst zu kochen und sich lieber gleich aus dem Rewe Pizza mitgenommen.

Bei der Polizei sieht der Dienst im Hochsommer nicht wesentlich anders aus als zu anderen Zeiten des Jahres. „Gefühlt gibt es bei extrem hohen Temperaturen weniger Straftaten als sonst“, schätzt der Oschatzer Revierleiter Jan Müller ein. Bei sehr großer Kälte übrigens auch. Allerdings sei spürbar, dass bei großer Hitze die Konzentration im Straßenverkehr abnehme und da der eine oder andere Unfall mehr passiere.

Von Axel Kaminski

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