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Oschatz Eltern müssen für Kinderbetreuungab Januar tiefer in die Tasche greifen
Region Oschatz Eltern müssen für Kinderbetreuungab Januar tiefer in die Tasche greifen
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16:49 04.11.2014
Oschatz

Von Hagen Rösner

Der Oschatzer Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Neufassung der Elternbeitragssatzung beschlossen. Die neuen Beiträge sollen übrigens nicht nur für die städtischen Einrichtungen, sondern auch für die Einrichtungen im Stadtgebiet gelten, die von freien Trägern bewirtschaftet werden. Betroffen sind Kinderkrippenplätze, Kindergartenplätze und Hortplätze inklusive Frühhort.

Für einen Kindergartenplatz (Tarif Familie/erstes Kind) steigt der Beitrag um rund 15 Prozent. So müssen die Eltern anstatt 102 Euro dann 117 Euro zahlen. Auch bei den Krippen und Hortplätzen liegt die Erhöhung bei rund 15 Prozent.Der Grund für die Erhöhung der Elternbeiträge liegt bei einer Änderung der Elternbeitragssatzung im Jahr 2012. Damals beschlossen die Stadträte, dass die Eltern nicht mehr mit einem festgelegten Euro-Betrag an den Betriebskosten beteiligt werden, sondern mit einem prozentualen Wert. Das bedeutet für die Eltern: Steigen die Betriebskosten, dann steigt auch der Elternbeitrag - sinken die Betriebskosten, dann sinken auch die Elternbeiträge. In der Sitzungvorlage erfuhren die Oschatzer Stadträte aber auch: "In den Folgejahren ist weiter von steigenden Betriebskosten für die Kindertagesstätten auszugehen." Allerdings ist die Stadt Oschatz auch gesetzlich verpflichtet, die Elternbeiträge an den zuletzt bekanntgemachten Betriebskosten zu beteiligen. Dies bedeutet im Kinderkrippenbereich einen Satz von 23 Prozent, bei den Kindergärten 30 Prozent und bei den Horteinrichtungen ebenfalls 30 Prozent.

Die Kostenverteilung hat auch einen faden Beigeschmack, betrachtet man die wahre Kostenverteilung. Die Aufwendungen für einen Kindergartenplatz beispielsweise teilen sich der Freistaat Sachsen, die Stadt Oschatz und die Eltern. Während der Freistaat seit 2005 seinen Kostenanteil bei 150 Euro eingefroren hält, dürfen sich die Stadt und die Eltern in die explodierenden Betriebskosten des vergangenen Jahrzehnts teilen.

Einen kleinen Bonus dürfen die Eltern auf ihrer Seite verbuchen. Sie werden mit einem Jahr Verspätung an den steigenden Betriebskosten beteiligt. Grund: Die Beitragsberechnung orientiert sich nicht an der aktuellen Entwicklung, sondern wird mit dem Wert des Vorjahres abgerechnet.

Neben den Elternbeiträgen wird mit der neuen Satzung eine flexiblere Verteilung der Betreuungszeiten möglich. Ab 2015 dürfen auch Betreuungszeiten für Neun-Stunden-Verträge über die Woche ausgeglichen werden. Außerdem werden Betreuungen in der zehnten und elften Stunde angeboten. © Kommentar

Hagen Rösner

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