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Oschatz Er bewegt sich doch: Albertturm rückt auf der Hitliste weiter nach oben
Region Oschatz Er bewegt sich doch: Albertturm rückt auf der Hitliste weiter nach oben
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00:41 24.07.2015
Marian Wendt, Dr. Ulrich Hofmann sowie Heidrun Jenetzky und Kerstin Krause (v.l.) vom Heimatverein vor dem Albertturm. Quelle: Dirk Hunger
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Er war als Redner zu Gast beim Institut of Cultural Diplomacy in Berlin. Das Institut führt Veranstaltungen für angehende Diplomaten durch, bringt diese mit Entscheidungsträgern zusammen und organisiert Symposien. Auf einer dieser Tagungen sprach Wendt über die Bedeutung von 8. Mai und 9. November für die deutsche Geschichte. "Ich hab dabei auf mein Rednerhonorar verzichtet, den Veranstaltern aber gesagt, dass ich dafür gern eine Spende für eine gute Sache in meinem Wahlkreis annehme", sagte er. 500 Euro stehen dafür zur Verfügung, die Wendt jetzt an den Heimatverein Collm übergab - zur Überraschung der Vorstandsmitglieder.

Denn diese sowie Dr. Ulrich Hoffmann (CDU), stellvertretender Wermsdorfer Bürgermeister, wussten nicht so richtig, was sie beim Vor-Ort-Termin mit dem Bundestagsabgeordneten erwartet. "Wir freuen uns riesig", versicherte Vereinsvorsitzende Kerstin Krause. Zumal der Verein jeden Cent gebrauchen könne, schließlich sammle man noch immer Spenden für die Sanierung des Albertturmes. In einem ersten Bauabschnitt war voriges Jahr die Turmkrone für über 150 000 Euro erneuert worden (wir berichteten), das gesamte restliche Gebäude des über 160 Jahre alten Bauwerkes bedarf noch einer Generalüberholung. Mehrere hunderttausend Euro sind dafür nötig. Jede Spende ist deshalb willkommen.

"Aktuell haben wir 53 859 Euro gesammelt", sagt Schatzmeisterin Petra Hentzschel, "das ist eine stolze Summe, und wir sind froh, dass sich so viele Menschen für den Erhalt des Wahrzeichens engagieren." Er sei froh, dass der Collm - immerhin die höchste Erhebung im Landkreis - auch von den Abgeordneten in Berlin gesehen werde, sagte Ulrich Hofmann. "Es gibt viele dringende Aufgaben, aber der Erhalt des Baudenkmals ist ebenfalls wichtig", fügte er hinzu.

Wendt betonte, es gehe ihm nicht allein um den Turm, er sei generell vom Engagement des Collmer Heimatvereins überzeugt, der viel für eine Belebung der Region tue. Dabei sei der Albertturm ein wichtiger Baustein, unterstrich Kerstin Krause: "Das ist ein wichtiges Ziel für Besucher und Einheimische und könnte wieder ein Veranstaltungsort werden." Für die Sanierung brauche man unbedingt Fördermittel. Bisher sei ein entsprechender Antrag abgelehnt worden, man wolle sich aber weiter um Zuschüsse aus dem Programm zum Erhalt national wertvoller Kulturdenkmäler bemühen. Hoffnung auf schnelles Geld konnte Wendt den Collmern nicht machen: "Das Programm ist bereits wieder überzeichnet." Im Klartext: Es gibt dieses Jahr mehr Antragsteller als Geld im Budget zur Verfügung steht. Doch vielleicht tut sich in der nächsten Förderperiode etwas, denn der Albertturm sei auf der Prioritätenliste mittlerweile deutlich nach oben gerückt, sagte Wendt und versprach: "Ich unterstütze eine Förderung der Sanierung auf jeden Fall."

Das war Musik in den Ohren der Vereinsmitglieder, die ihrerseits keine Gelegenheit ungenutzt lassen, auch bei Politikern um Hilfe für ihr ehrgeiziges Projekt zu bitten. "Wir wissen, dass wir in Dresden und Berlin von unseren Abgeordneten gehört werden und sind froh über diesen Zuspruch", so Kerstin Krause. © Kommentar

Jana Brechlin

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