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Erdbeer-Ernte in guter Qualität in der Collm-Region erwartet

Selbstpflücke Erdbeer-Ernte in guter Qualität in der Collm-Region erwartet

Die Erdbeersaison hat begonnen. Seit einigen Tagen haben die Freunde der süßen Frucht, die Gelegenheit ihre Beeren wieder selbst zu ernten. Viele Oschatzer haben dieses Angebot schon genutzt. So gibt es Erdbeerfeld direkt hinter den Einkaufszentrum Marktkauf.

Andreas Neumann aus Oschatz pflückt Erdbeeren vom Erdbeerfeld am Trebicer Weg.

Quelle: Kristin Engel

Oschatz. Rot, saftig, süß und wahnsinnig lecker. Das sagen zumindest die Leute, die sich auf dem Erdbeerfeld am Trebicer Weg in Oschatz die köstlichen Bodenfrüchte pflücken. Täglich von 9 bis 18 Uhr – Sonntag von 9 bis 12 Uhr – können sie sich hier selbst die Besten aussuchen, oder – wenn doch mal nur wenig Zeit ist – einfach ein Schälchen kaufen. Einer der fleißigen Pflücker ist der Oschatzer Eberhard Schiedt. Mit dem Fahrrad und mit einer Holzschale gewappnet, fährt er etwa zwei Mal in der Woche zum Feld. „Meistens essen wir die Beeren zuhause direkt von der Hand in den Mund. Heute wird mein liebstes Mädel jedoch eine Erdbeertorte backen. Wir erwarten Besucher. Da sind die frischen Erdbeeren genau richtig. Man kann sich die besten Erdbeeren aussuchen – und es ist zudem auch billiger“, so der Rentner. Seit über einer Woche – seitdem hier gepflückt werden kann – herrscht auf dem Feld immer reger Betrieb. „Jedes Jahr gibt es hier in Oschatz diesen großen Zuspruch“, sagt Erdbeerverkäuferin Angela Vogt. Da sei es auch ganz egal, ob die Sonne scheint, es windig ist oder sogar regnet. „Selbst bei Unwetter waren schon Leute da – mit Gummistiefel und Regenjacke.“

Etwa vier bis sechs Wochen kann man hier noch Erdbeeren pflücken. „Wenn nur noch wenige Beeren übrig sind, wird das Feld geschlossen. Vor zwei Jahren hat eine Schulklasse danach noch mal beim Feldbesitzer, Obsthof Wurzen in Roitzsch, angerufen und gefragt, ob die Schüler noch die letzten Erdbeeren pflücken können. Wenn es um Kinder geht, sind sie immer sehr großzügig“, erinnert sich die Verkäuferin. Doch bis das Feld leer ist, dauert es noch einige Zeit.

Zwei bis drei Mal in der Saison ist auch Marco Beck hier anzutreffen. Er sucht gezielt nach den dunklen Beeren. „Die sind am süßesten und ideal für den klassischen Erdbeerkuchen, den meine Mutti immer backt.“ Dafür packt er auch den Korb randvoll. So bleiben noch welche zum Naschen übrig. „Ich habe im Garten keine Erdbeeren. Das macht zu viel Arbeit. Ein Garten ist dafür da, um sich zu entspannen“, sagt Andreas Neumann. Der Oschatzer war in der vergangenen Woche zum ersten Mal auf dem Feld. Doch nun will er jedes Mal kurz vor dem Wochenende hier sein, damit seine Frau Freitag einen Erdbeerkuchen backen kann. „Natürlich mit viel Pudding. So schmeckt er am besten.“ Den Kuchen schaffen sie am Wochenende zu zweit aufzuessen. Das sei doch überhaupt kein Problem, betont der Rentner, dem bereits bei dem Gedanken das Wasser im Munde zusammenläuft und beugt sich zur nächsten Erdbeere runter. Mit dem vollen Korb geht es dann zu Angela Vogt, die diesen wiegt. Dann geht es ab nach Hause – natürlich, um ein paar frisch gepflückte Erdbeeren zu kosten.

„Wir erwarten eine gute Ernte. Von Unwettern blieben wir bisher zum Glück verschont. Auch die Qualität ist sehr gut“, sagt Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst in Dresden. Er rechnet damit, dass die Selbstpflücke auf den Feldern der Region noch bis Anfang Juli geht. „In Richtung Freiberg und im Erzgebirge noch etwas später bis Mitte Juli.“ Die Preise bewegen sich nach seinen Angaben je nach Sorte und Qualität für das Kilogramm zwischen drei und 3,50 Euro.

Wo sich die Selbstpflückefelder befinden, erfährt man im Internet unter www.sächsisches-obst.de

Von Kristin Engel

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Oschatz
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