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Oschatz Erfolgreich wiederbelebt in Oschatz: Spitzbart und Subbotnik
Region Oschatz Erfolgreich wiederbelebt in Oschatz: Spitzbart und Subbotnik
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15:00 02.04.2017
Christian Kunze Quelle: ALL
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Oschatz

Grüner Punkt, Gelber Sack und Blaue Tonne – für viele ist Mülltrennung ein rotes Tuch, kein buntes Vergnügen. Farbenfroher sind nur die Gemälde in den hiesigen Ausstellungen, wie derzeit im E-Werk. Hier fragt sich manch Besucher: Ist das Kunst oder kann das weg? Wer Bilder und Skulpturen anderer in den Sack oder die Tonne kloppt, für den gelten klare Entsorgungsregeln. Denn Öl und Acryl auf Leinwand dürfen nicht im gleichen Behälter landen wie Skizzen auf Papier, selbst dann nicht, wenn sie später wieder dem gleichen Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Das Ergebnis ist in jedem Falle nachhaltige Kunst. Und da sind Wirkung oder Aussage zweitrangig.

Wer kein künstlerisches Talent hat, wirkt durch körperliche Arbeit. Wände schrubben im Oschatzer Wasserturm, Entrümpeln der Alten Post in Collm und Wochenendeinsätze in Mügeln, Großböhla und Lampertswalde zeugen davon. Sonnabendvormittag anpacken ist wieder Mode. Vor 30 Jahren hieß das Subbotnik und gehörte zum Alltag in der DDR. Alltäglich waren im Arbeiter- und Bauernstaat zwei putzige Kerle. Einer davon, das Sandmännchen, ist Jahre nach der Wende gefragter denn je. Der Besucherrekord zur Sonderschau rund um den Überbringer traumhafter Fernsehmomente im Oschatzer Museum belegt das. Der andere DDR-Spitzbart, Ex-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht, beschert dagegen manchem bis heute Alpträume.

Von Christian Kunze

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