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Oschatz Erfolgreiche Deutschland-Premiere für Horse-Cross in Dahlen
Region Oschatz Erfolgreiche Deutschland-Premiere für Horse-Cross in Dahlen
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14:28 16.10.2017
Vizemeister Franziska Kelle und Michael Schugk beim Abklatschen nach dem Rennen. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Dahlen/Börln

Begeisterte Zuschauer, bestes Herbstwetter, glückliche Organisatoren und zufriedene Sportler – die von Pferde- und Motorsportfreunden und Akteuren erwartete deutschlandweite Premiere des Horsecross auf dem Gelände der Dahlener Motorsportstrecke ist gelungen. Frederik Standow auf Tamani aus Brandenburg und Marcel Weiß auf seiner Motocrossmaschine vom MC Pflückuff-Neiden gewannen am Sonntag den Staffelwettbewerb beim Pferde- und Motocross. Sie haben damit Pferdesport- und Motocross-Geschichte geschrieben, denn noch nie zuvor wurde ein derartiger Wettbewerb in Deutschland ausgerichtet. Beim Ritt und der Fahrt waren beide in diesem Wettbewerb am schnellsten über die anspruchsvolle Strecke unterwegs. Fehlerpunkte kassierte das Duo dabei nicht.

Franziska Kelle und Michael Schugk auf dem zweiten Platz

Auf Rang zwei landete das Team Franziska Kelle vom gastgebenden Börlner Pferdesportverein 99 auf Zelter und Michael Schugk vom MSC Dahlen. Dritter wurden Mike Bernd auf Comtesse und Chris Luca Litka. Insgesamt gingen bei diesem neuartigen Staffelwettbewerb acht Mannschaften mit je einem Reiter und einem Motorcrossfahrer über das hüglige Gelände mit viel sandigem Untergrund auf dem Dahlener Burgberg. Jeder der beiden Teammitglieder musste dabei allein die Strecke nicht nur so schnell wie möglich bewältigen, sondern dabei auch fehlerfrei bei den eingebauten Hindernissen bleiben. Das gelang nicht jedem Starter, obwohl sie zuvor die Strecke zu Fuß abgehen und sich so eine entsprechende Taktik zurechtlegen konnten. Übrigens wurden die Motocrossfahrer den Reitern per Los zugeteilt.

Viele Dahlener und Sportfans nutzten das schöne Wetter, um bei dieser Premiere dabei zu sein. Zuvor konnten sie auch die Premiere in verschiedenen Klassen für die Reiter erleben. Auch hier wurde spannende Wettkampfkost geboten, wenngleich auf Grund der Einmaligkeit nach Meinung des langjährigen Richters beim Deutschen Reitersportverband Jonny Geißler das eine oder andere verbessert werden kann. „Ich denke, für Kinder könnte man auch eine Möglichkeit in den Führzügelklassen finden, um am Horsecross teilzunehmen und so die Veranstaltung auch publikumswirksamer zu machen“, so der Experte. Er fand zudem, dass die Dahlener Strecke sehr gut für einen solchen Wettkampf geeignet sei.

Organisatoren mit Premierenveranstaltung zufrieden

Beim Börlner Pferdesportverein 99 und beim MSC Dahlen sind die Organisatoren mit dem Verlauf und dem Ergebnis ihrer Premierenveranstaltung sehr zufrieden. „Auch wenn wir nach der wetterbedingen Absage vor einer Woche nicht ganz so viele Starter verzeichnen konnten, sind wir dennoch glücklich, wie die Reiter und Motorsportler diesen Wettbewerb angenommen haben. Die Begeisterung der Zuschauer war ebenso zu sehen. Ich denke, das wird nicht das letzte Horsecross hier gewesen sein“, so Franziska Kelle vom Vorstand des Pferdesportvereins.

Zufrieden ist auch Lars Scholz, Vorsitzender des MSC Dahlen. Die Idee zum Horsecross auf dem Burgberg, so verrät er, sei schon vor zwei, drei Jahren entstanden. „Unsere beiden Vereine arbeiten eng zusammen, unterstützen sich beispielsweise bei Veranstaltungen. Dabei ist die Idee geboren worden. In den beiden letzten Jahren wurden inoffiziell vereinsinterne Ausscheide ausgetragen, die nun offiziell wurden“, so der Vereinschef.

Interessant sei nicht nur der Wettbewerb selbst, sondern man habe dabei auch gelernt, anderen Sport und dessen Athleten zu akzeptieren und zu achten. „Ich würde mich zum Beispiel nie auf ein Pferd setzen – das hat keine Bremsen und keinen Lenker wie meine Maschine“, meinte Marcel Schugk respektvoll. Er war nicht der Einzige, der so dachte. Auf der Seite der Reiter war die Achtung der Motocross-Fahrer nicht kleiner.

Strecke auch für Pferde eine Herausforderung

Auch für die Pferde sei die Strecke eine Herausforderung gewesen. „Das reitet man nicht so oft im Training. Da werden morgen wohl auch einige Pferde Muskelkater haben“, meinte eine der Reiterinnen im Gespräch mit Zuschauern. Von denen gab es auch die Frage nach der Sicherheit bei einem solchen Wettbewerb. „Unsere Ausschreibung macht das Tragen einer Sturzweste für den jeweiligen Reiter zur Pflicht. Außerdem haben wir für den Notfall bei dieser angemeldeten Veranstaltung auch das DRK und einen Notarzt vor Ort“, erklärt Franziska Kelle.

Die beiden Vereine aus Börln und Dahlen seien froh über die Unterstützung von Helfern bei der Premiere. Ohne deren Einsatz sei eine so kurzfristige Verlegung der Veranstaltung nicht möglich gewesen, so Franziska Kelle.

Von Bärbel schumann

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