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Oschatz Erinnerung an Lampionfabrik: "Es war eine schöne Zeit"
Region Oschatz Erinnerung an Lampionfabrik: "Es war eine schöne Zeit"
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16:10 08.04.2014
Oschatz

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In der Fabrik wurden hauptsächlich Indianerschmuck und Lampions hergestellt. Ein Großteil der Produktion wurde in die Sowjetunion und in die BRD exportiert.

"Es war eine schöne Zeit, sonst hätte ich es dort nicht 20 Jahre lang ausgehalten", sagt Erika Hoffmann aus Malkwitz. Die 87-Jährige arbeitete von 1966 bis 1986 in der Fabrik An der Mauer in Oschatz. "Ich habe zum Beispiel die Federn für den Indianerschmuck aufgeklebt oder die Drahtbügel an den Lampions angebracht", erinnert sie sich.

Bettina Müller aus Oschatz war von 1973 bis 1982 die Chefin des Betriebes und damit für 37 Beschäftigte und 17 Heimarbeiterinnen verantwortlich. "Die Überraschung war groß, als ich das Bild von 1978 gesehen habe. Man wird erinnert, wie die Zeit dahin rast", sagt die 63-Jährige. Auf dem großen Bild mit den kleinen Indianern, das am 18. März in der OAZ veröffentlicht wurde, ist sie selbst zu sehen. Und sie kann auch die anderen abgebildeten Personen benennen: Die Kinder sind Rick Zschernig, Mario Zimmermann, Silvio Weber, Sandra Reintke und Minette, die Tochter von Bettina Müller. Und auf dem kleinen Foto, das drei Frauen bei der Lampionherstellung zeigt, sind Erika Hoffmann, Ilse Pohl und Pauline Sochumski zu sehen. Letztere wurde von den Beschäftigten liebevoll Oma genannt. "Unsere ,Oma' und Ilse Pohl weilen leider nicht mehr unter uns. Sie hätten sich sicher auch über das Foto gefreut", vermutet Bettina Müller.

"Die Firma gab es schon sehr lange. Bis 1972 gehörte sie Schönbörners, dann wurde sie aus privater Hand in Volkseigentum umgewandelt", erinnert sich die Oschatzerin. Im Jahr 1991 gingen in der Lampionfabrik endgültig die Lichter aus.

"Weeßte noch? - Rückspiegel" ist eine Serie der OAZ. Dabei wird vor allem der Oschatzer Fotograf Günther Hunger in seinem Fotoarchiv stöbern und Schnappschüsse aus vergangenen Tagen zusammenstellen. Die fotografischen Erinnerungen dürfen auch gern von OAZ-Lesern kommentiert werden.Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen zu den Bildern oder Ereignissen, die damit in Verbindung stehen. Wir freuen uns natürlich auch über eigene Fotos: Informationen per E-Mail an die Adresse oschatz.redaktion@lvz.de oder über die Telefonnummer 03435/97 68 10.

Frank Hörügel

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