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Oschatz Eröffnung des Seniorenzentrums in Dahlen verzögert sich
Region Oschatz Eröffnung des Seniorenzentrums in Dahlen verzögert sich
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00:25 14.01.2016
Christian Ritschel von der gleichnamigen Firma aus Ostrau ist gerade mit dem Trockenbau im künftigen Seniorenzentrum beschäftigt.  Quelle: Dirk Hunger
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Dahlen

 Das neue Sozialzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) bleibt noch länger Baustelle. Ursprünglich hatte der Träger angekündigt, die Einrichtung in Dahlen Ende Januar zu eröffnen. Doch daraus wird nichts, bestätigte Simone Kroll, Leiterin der gemeinnützigen Pflege- und Betreuungs GmbH der Awo: „Der Januartermin wird nicht zu schaffen sein.“ Grund dafür ist, dass die Bauarbeiten im ehemaligen Schleckermarkt umfangreicher ausfallen als zunächst angenommen. „Der bauliche Mehraufwand ist tatsächlich größer – das war vorher nicht so abzusehen.“ Außerdem sei die gute Auftragslage vieler Handwerksfirmen spürbar. „Da kommt es schon mal zu Terminengpässen und die Arbeit geht nicht gleich nahtlos weiter“, hat Simone Kroll erfahren.

Dennoch sei schon viel in dem Gebäude, das seit der Pleite der Drogeriekette 2012 leer stand, geschehen. „Die Fassade ist schon zum großen Teil gedämmt, es sind neue Fenster eingebaut worden, die Elektrik ist drin und gerade wird der Trockenbau erledigt“, zählt die Leiterin der Pflege und Betreuungs GmbH auf. Passanten könnten leicht sehen, dass es vorwärts gehe. Auch der Schlecker-Schriftzug ist mittlerweile von der Fassade verschwunden.

Vorbild für das Projekt in Dahlen ist ein Seniorenzentrum in Brandis, das ebenfalls in einem ehemaligen Drogeriemarkt entstand. Bisher hat die Arbeiterwohlfahrt ihre Sozialstation in einem städtischen Gebäude in der Nachbarschaft des Kindergartens eingerichtet. Das Haus jedoch sei zu klein geworden und soll an die Kommune zurück gegeben werden, so Kroll. Stattdessen entstehen in dem Flachbau in Nachbarschaft von Einkaufsmärkten im Gewerbegebiet an der Bahnhofstraße ein Zentrum mit Aufenthalts-, Therapie- und Ruheräumen für insgesamt zwölf Tagespflegeplätze. „Die Senioren, die hier tagsüber betreut werden, sollen sich in den hellen und großzügigen Räumen wohlfühlen und auch die Gelegenheit haben, sich für ein Mittagsschläfchen hinzulegen“, beschreibt sie, Außerdem sollen auf den 300 Quadratmetern ein Therapiebad und Büros eingerichtet werden, von denen aus dann auch die mobile Pflege im Stadtgebiet koordiniert wird.

„Wir wollen alles rundum fertig haben und werden dann im Frühjahr die Einrichtung eröffnen“, sagt die Leiterin für Pflege und Betreuung bei der Arbeiterwohlfahrt. Anfang April sei ein realistischer Termin dafür. Dann wird womöglich auch noch einmal das Personal aufgestockt: Bisher sind 30 Mitarbeiter für die Tages- und mobile Pflege beschäftigt, weil die Betreuungsnachfrage unvermindert hoch ist, wolle man auch beim Personal aufstocken, heißt es von der Arbeiterwohlfahrt.

Von Jana Brechlin

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