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Erste Miss Oschatz von 1999 steht heute als Moderatorin auf der Bühne

25 Jahre OAZ Erste Miss Oschatz von 1999 steht heute als Moderatorin auf der Bühne

Caroline Manthey setzte sich als 21-Jährige gegen 14 weitere Teilnehmerinnen durch und wurde 1999 zur ersten Miss Oschatz gewählt. Inzwischen ist sie verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Torgau. Oft steht die Marketing-Expertin als Moderatorin auf Bühnen und träumt davon, eine eigene Miss-Wahl zu organisieren.

Damals Miss Oschatz, heute Moderatorin: Carlone Manthey.

Quelle: privat

Hof. Vor 25 Jahren hatten die Leser die erste OAZ in den Händen. Begleitend will die OAZ mit einer Erinnerungs-Serie auf Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Heute geht es um die Wahl der ersten Miss Oschatz im Jahr 1999.

Mit einem Lächeln im Gesicht öffnet Caroline Manthey den blauen Ordner. Er ist voll mit alten Zeitungsartikeln. Schon oft fand sie sich in den Ausgaben der Region wieder. Egal ob im Schwimmbad, bei Festen oder bei Modenschauen. Hier verweilt sie mit einem kleinen Seufzer. Es war ein tolles Gefühl für die heute 38-Jährige, zur Miss Oschatz gewählt zu werden. Mit der Nummer elf ging die damals 21-jährige Caroline Mahler, am 14. August 1999 in der ehemaligen Discothek „Titanic“ an den Start und konnte sich gegen ihre 14 Mitstreiterinnen behaupten.

Bei Miss-Wahl in Riesa Feuer gefangen

Begonnen hatte alles jedoch einige Wochen vorher bei der Miss Wahl in Riesa. „Ich war neugierig und wollte mal sehen, wie das so läuft. Einige Freundinnen begleiteten mich nach Riesa. Ich belegte den dritten Platz. Im August 1999 – ich kam gerade aus meinem Griechenlandurlaub zurück und war knackig braun gebrannt – hatte ich in der Zeitung von der Miss Wahl in Oschatz gelesen“, erinnert sich die in Hof aufgewachsene Caroline. Und konnte noch genau das schwarze eng anliegende Abendkleid beschreiben, dass sie im ersten Durchgang trug. „Es war eng, zeitlich hoch geschlitzt. Für die damalige Zeit sehr gewagt, muss ich zugeben. Heute würde man es vielleicht als „schick“ bezeichnen.“

Caroline Mathey bei der Miss-Wahl 1999

Caroline Mathey bei der Miss-Wahl 1999.

Quelle: OAZ

Eine Aufgabe bei der Miss Wahl war das Plaudern mit dem Moderator. Das fiel Caroline alles andere als schwer. „Ich habe schon immer gerne und viel geredet. Bei Tanzauftritten – ich war 13 Jahre in einem Tanzverein in Riesa – war ich diejenige, die zwischendurch moderierte. Zur Miss Wahl habe ich dem Moderator sogar das Mikrofon aus der Hand genommen“, erinnert sie sich lachend. Ein weiterer Durchgang war der, bei dem alle Teilnehmerinnen im Badeanzug vor die Jury treten sollten. „Zum Glück waren das alles schwarze Einheitsbadeanzüge. Das war für mich nicht unbedingt schwierig. Damals hat man sich einfach noch nicht so viele Gedanken über die Figur gemacht.“

Nachdem sich das Publikum und die Juroren entschieden hatten, ging es für alle 15 Teilnehmerinnen erneut auf die Bühne. Auch wenn die Jury meinte, dass alle Teilnehmerinnen es verdient hätten, Miss Oschatz zu werden, bestiegen nur drei das Treppchen. Nicole Müller belegte den dritten, Susanne Hesse den zweiten und Caroline Mahler den ersten Platz. Mit einer überwältigenden Mehrheit von 470 Punkten wurde der blonde Sausewind aus Hof Miss Oschatz und hatte so die Chance, im darauffolgenden Winter „Miss Sachsen“ zu werden.

Krone musste Caroline nach der Wahl wieder abgeben

Die heutige Torgauerin konnte ihr Glück kaum fassen. „Ich habe mich natürlich riesig gefreut, war aber auch überrascht, da ich die einzige Teilnehmerin mit kurzen Haaren war“. Die Schärpe durfte sie behalten, die Krone musste sie nach der Wahl wieder zurückgeben. Dafür bekam sie bei einer Veranstaltung nach der Wahl von Hans-Jürgen Haaser, ehemaliger Geschäftsführer der Oschatzer Wohnstätten, eine Krone überreicht. „Das hat mich sehr gefreut.

Leider war ich als Miss Oschatz nicht so oft wie gehofft in der Region im Einsatz. Eine schöne Veranstaltung war jedoch die Einweihung des Freizeit- und Erlebnisbads Platsch in Oschatz. Ich durfte als erste mit dem damaligen Bürgereister Claus Förster die Reifenrutsche ausprobieren. Außerdem saß ich bei der Mister Sachsen Wahl in Oschatz mit in der Jury.“ Im November 1999 ging es dann nach Wernesgrün zur Miss Sachsen Wahl.

Wohnt wegen des Berufs in Torgau

Alle Miss Wahl Gewinnerinnen aus den Städten kamen hier zusammen. „Ich hatte mir hierfür ein lilafarbenes, bodenlanges und rückenfreies Samtkleid gekauft. Für die Talentshow hatte ich mir eine Tanzeinlage aus den 20er Jahren überlegt, mit Stuhl und Federpuschel. Heute muss ich darüber schmunzeln. Immerhin belegte ich bei der Miss Sachsen Wahl sogar den dritten Platz“, sagt sie.

2001 zog sie aus beruflichen Gründen nach Torgau. Auch hier fand sie schnell Anschluss und Zugang zu einem Modelteam. Zusammen mit der „Trend & Fashion-Show“ erlebte sie tolle Auftritte im Kulturhaus, bei denen sie nicht nur modelte, sondern auch tanzte und moderierte. Während des zweijährigen Volontariates bei der Torgauer Zeitung lernte sie ihren Mann Thomas Manthey kennen, den sie 2005 auch heiratete. 2003 kam Sohn Theo zur Welt und 2011 folgte Wirbelwind Max. „Torgau ist jetzt mein Mittelpunkt“, sagt die 38-Jährige, auch wenn sie immer gern in ihrem Heimatort Hof ist. Hier besucht sie etwa einmal im Monat ihre Eltern und natürlich immer Oma Inge, die sie stets mit frischen Eiern, Gurken und Blumen versorgt.

In Torgau eine Miss-Wahl organisieren – das ist Mantheys Traum

„Heute arbeite ich bei der Torgauer Verlagsgesellschaft in der Marketingabteilung. Ich habe ein breites Aufgabenfeld, organisiere unter anderem verschiedene Veranstaltungen und stehe oft selbst noch als Moderatorin vor dem Publikum. Erst in den letzten Tagen habe ich die Zusage bekommen, beim diesjährigen Landeserntedankfest mit moderieren zu dürfen. Im Frühjahr letzten Jahres habe ich nebenbei noch eine Stadtführerausbildung gemacht, weil ich Torgau und die Historie hier wirklich sehr mag.“

Ein kleiner Wunsch von ihr wäre es, auch in Torgau eines Tages eine Miss Wahl auf die Beine zu stellen. Durch ihr Mitwirken bei dem Hochglanzmagazin „Nachtfalter“, hat sie mittlerweile bereits das richtige Auge für Models entwickelt. „Wir casten Mädchen und Jungen aus der Region, kleiden sie ein, organisieren Shootings und vieles mehr.

Eine Miss Wahl zu organisieren wäre sicherlich aufregend.“ Die Zeiten, wo sie selbst als Model agiert, sind allerdings vorbei. Es gibt Momente, da wird Caroline Manthey noch heute von Fremden auf die Miss Wahl von 1999 in Oschatz angesprochen. „Da ist man dann gar nicht darauf vorbereitet, doch wenn sie sagen ‚du hast dich ja gar nicht verändert‘, ist das schon ein großes Kompliment für mich und ich freue mich darüber.“

Gern blättert sie durch den Hefter mit den Zeitungsartikeln. Zuhause im Keller hat sie noch eine Kiste, die sie gelegentlich öffnet, um sich an die vergangene Zeit zu erinnern. Hier findet sie neben den Artikeln auch noch ihre alte Schärpe, die Krone und das Samtkleid. Dann schwelgt sie in Erinnerungen und ihre blauen Augen beginnen zu leuchten.

Von Kristin Engel

Hof bei Oschatz 51.264917 13.082382
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