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Oschatz Erster Spargel auf Oschatzer Markt
Region Oschatz Erster Spargel auf Oschatzer Markt
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16:34 10.03.2016
Saisonarbeiter aus Rumänien stechen auf den Feldern des Spargel- und Erdbeerhofes Brummer im sächsischen Klingenhain mit dem Chef Josef Brummer (zweiter von rechts) den ersten Spargel der Saison. Eine Fußbodenheizung mit der Abwärme aus einer Biogasanlage und Folienzelte sorgen hier für eine frühzeitige Ernte Quelle: Foto: dpa
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Oschatz/Klingenhain

Für Gourmets hat das Warten ein Ende: Auf dem Oschatzer Wochenmarkt gibt es am Freitag den ersten Spargel der Saison. Die Ernte des edlen Gemüses hat – zumindest auf dem Spargel- und Erdbeerhof Brummer in Klingenhain (Gemeinde Cavertitz) – begonnen. Eine Heizung, die von einer Biogasanlage gespeist wird, sorgt hier für angenehme Bodenwärme von etwa 20 Grad Celsius. Üblicherweise wird der erste Spargel erst im April gestochen: in den vergangenen zehn Jahren zwischen dem 10. und 24. April. Die Saison endet traditionell am 24. Juni (Johanni).

Der Chef des Spargel und Erdbeerhofs Josef Brummer sagt: „Derzeit ernten wir bis zu 500 Kilo pro Tag.“ Insgesamt 15 Spargelfelder bewirtschaftet das Unternehmen. Das Gemüse gebe es bereits auf sächsischen Wochenmärkten zu kaufen. Je nach Qualitätsklasse kostet der Spargel von den Klingenhainer Feldern fünf bis 13 Euro pro Kilogramm, sagte Brummer am Donnerstag. Nach dem Verkaufsstart auf dem Oschatzer Wochenmarkt soll nach seinen Angaben Ende nächster Woche Spargel am Stand bei Wunder-Expert am Trebicer Weg in Oschatz und in der Halle am Sitz des Unternehmens in Klingenhain angeboten werden.

Die Ernte der weißen Stangen auf den Feldern um Klingenhain läuft aber derzeit noch nicht auf Hochtouren. Grund: Die beheizten Felder machen nur einen Teil der Spargelanbaufläche aus. Deshalb sind derzeit erst wenige Erntehelfer im Einsatz, zum Beispiel aus Rumänien. Brummer: „Zurzeit sind noch nicht viele Erntehelfer da.“

Generell ist der Bedarf an Erntehelfern in den letzten Jahren stark zurückgegangen, weiß Volkmar Beier, Pressesprecher der Arbeitsagentur Oschatz. Das liege beispielsweise daran, dass die Anbauflächen reduziert worden seien. Die Landwirte greifen laut Beier mittlerweile fast ausschließlich auf ausländische Erntehelfer zurück. „Das Verfahren ist deutlich einfacher geworden“, so Beier. Bei Bedarf unterstütze die Arbeitsagentur die Landwirte oder Obstbauern.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 112 100 Spargel geerntet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwei Prozent weniger als 2014. Der meiste Spargel wuchs dabei in Niedersachsen: Hier wurden 25 300 Tonnen von den Feldern geholt. In Ostdeutschland ist Brandenburg der Spitzenreiter gewesen – mit 15 900 Tonnen. Sachsen-Anhalt kam auf 2700 Tonnen, Thüringen auf 1700, Sachsen auf 1100 und Mecklenburg-Vorpommern auf 900. Die Spargel-Anbaufläche in Deutschland lag voriges Jahr bei 21 100 Hektar – plus fünf Prozent.

Spargel ist eine mehrjährige Staude, bei der nur der etwa 35 Zentimeter tief unter der Erdoberfläche liegende Wurzelstock (Rhizom) überwintert. Jährlich im Frühjahr treibt Spargel daher mehrere Sprosse, die als Spargel geerntet werden. Das Gemüse ist vergleichsweise zuckerarm, wirkt entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Daher sollten Menschen, die unter Wassersucht und Übergewicht leiden, Spargel essen. Er hilft auch Herzkranken mit einem gestörten Flüssigkeitshaushalt.

Von Gabi Liebegall

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