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Oschatz Erster Spatenstich für neue Grundschule in Wermsdorf
Region Oschatz Erster Spatenstich für neue Grundschule in Wermsdorf
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11:57 27.04.2018
So soll die neue Grundschule zwischen Alter Poststation und dem Fachwerkensemble Roter Ochse in Wermsdorf aussehen. Quelle: Quelle: Gemeinde
Wermsdorf

Darauf mussten die Wermsdorf jahrelang warten,am Montag konnten Kinder, Lehrer und Vertreter der Gemeinde endlich den symbolischen Spatenstich für die neue Grundschule feiern. Dazu war extra Sachsens Kultusminister Christian Piwarz gekommen, der sich davon versicherte, dass die 2,8 Millionen Euro, mit denen der Freistaat das Vorhaben fördert, „gut angelegtes Geld“ sind.

Aufwertung für Grundschullehrer

„Wir sind der Gemeinde dankbar, dass sie sich auf den Weg gemacht hat, hier ein neues Schulgebäude zu errichten“, sagte Piwarz. Neben Investitionen in gute Räume seien diese auch für ausreichend gute Lehrer nötig. Hier geschehe etwas in Sachsen, versicherte er: „Wir sind gerade dabei, dafür eine ganze Menge Geld in die Hand zu nehmen.“Vor allem solle dabei auch der Beruf des Grundschullehrers aufgewertet werden.

Deutlich bessere Bedingungen

Mit dem Neubau würden sich die Bedingungen für Kinder und Lehrer deutlich verbessern, sagte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU): Von den jetzt zum Teil eher kleinen Klassenräumen im verwinkelten Gebäude der ehemaligen Poststation geht es voraussichtlich im Sommer 2019 in deutlich größere, lichte Zimmer, die wie alle Räume in der künftigen Einrichtung barrierefrei zugänglich sind. Das Baufeld dafür ist bereits vorbereitet, am Dienstag sollen bei der Sitzung des Gemeinderates (Beginn 19 Uhr im Alten Jagdschloss) die ersten Aufträge für die Bauhauptleistungen vergeben werden. Dass die Auftragslage in der Baubranche zurzeit besonders gut ist, bekommt dabei auch die Kommune zu spüren: „Die Ausschreibungen bereiten uns oft schlaflose Nächte.“

Neue Schulden für Bau

Der Bau ist für die Gemeinde nur mit neuen Schulden zu realisieren. Insgesamt sind Kosten von 4,9 Millionen Euro vorgesehen. Für den förderfähigen Anteil schießt das Land Sachsen 2,8 Millionen Euro zu. Für zwei Millionen Euro nimmt die Kommune einen Kredit auf. Dieser, so der Bürgermeister, sei sinnvoll investiert, schließlich gebe man das Geld für die Bildung der Jüngsten aus – eine Entscheidung, die bereits im Herbst vergangenen Jahres mehrheitlich vom Gemeinderat mitgetragen wurde.

Schule wird Null-Energie-Haus

Die künftige Schule im Wermsdorfer Ortskern wird als Null-Energie-Haus entstehen und soll Modellcharakter haben. Mit einer zweistöckigen Front zur Straße soll sich das Gebäude in die historisch geprägte Umgebung eingliedern, insgesamt aber dennoch funktional und modern sein. Neben einem Speisesaal, Fachräumen, Klassen- und Lehrerzimmern entstehen auch Lerninseln und eine Bibliothek für die Erst- bis Viertklässler. „Unsere Kinder freuen sich schon sehr darauf. Wir werden den Baufortschritt ganz genau beobachten“, kündigte Ines Reinert, Leiterin der Grundschule, an. Derzeit werden die Jüngsten in der benachbarten „Alten Poststation“ unterrichtet, wo sich Schule und Hort das Gebäude teilen. Nach dem Umzug in den Neubau ergeben sich dann auch für die Hortbetreuung durch den Arbeiter-Samariter-Bund in der Poststation bessere Möglichkeiten durch viel mehr Platz, blickte Matthias Müller voraus.

Zurzeit teilen sich Grundschule und Hort den Platz in der Alten Poststation. Ab Sommer 2019 sollen die Räume dem Hort allein zur Verfügung stehen. Quelle: Dirk Hunger

Ursprünglich sollte der Neubau bereits in Betrieb sein, denn die Bestrebungen dafür laufen in Wermsdorf schon seit Jahren. Deshalb hatte sich die Kommune das Grundstück gesichert, nachdem an gleicher Stelle 2009 das ehemalige Forstamt abgerissen worden war. Sich wiederholt ändernde Förderrichtlinien und Vorschriften hatten den Baubeginn jedoch immer wieder verzögert. Mit dem symbolischen Spatenstich ist nun der Startschuss für die Arbeiten gefallen. Kultusminister Christian Piwarz sagte am Montag, er wünsche den Wermsdorfern jetzt einen reibungslosen Bauverlauf – auch damit die Kosten im Rahmen bleiben. Und an die Grundschüler gewandt, fügt er hinzu: „Und euch wünsche ich, dass ihr die Schule bald in Besitz nehmen könnt.“ Damit das auch wirklich etwas wird, kamen auch Valentin, Tim, Jonas, Finja, Heinrich und Mia mit an die Baustelle: Angefeuert von ihren Mitschülern halfen die Grundschüler, den ersten Spatenstich zu vollziehen.

Von Jana Brechlin

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