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Erster Spatenstich für neue Grundschule in Wermsdorf könnte im Frühjahr 2017 sein

Soziales Erster Spatenstich für neue Grundschule in Wermsdorf könnte im Frühjahr 2017 sein

Die Generalplanung für den Neubau einer Grundschule in Wermsdorf ist vergeben. Den Zuschlag dafür erhielt das Büro IPRO Consult Dresden zur vergangenen Gemeinderatssitzung. Klappt alles wie geplant, könnte der erste Spatenstich für den Schulneubau im Frühjahr 2017 sein, schätzt der Wermsdorfer Bürgermeister Matthias Müller.

Wermsdorf. Die Wermsdorfer Gemeinderäte haben an das Planungsbüro IPROconsult aus Dresden die Generalplanung für den Neubau einer Grundschule vergeben. Dem war ein zweistufiges Vergabeverfahren vorausgegangen. In der ersten Phase konnten sich geeignete Ingenieurbüros bewerben. Europaweit erfolgte im März die Ausschreibung. Vier Planungsbüros aus Deutschland hatten schließlich Interesse bekundet. In der zweiten Phase unterbreiteten die vorausgewählten drei Büros einen Planungsentwurf im Rahmen eines Ideenwettbewerbes. „Wir mussten vor der zweiten Phase, ein Büro ausschließen, weil es nicht alle geforderten Voraussetzungen erfüllte“, erklärte Bürgermeister Matthias Müller. Anfang September präsentierten die drei verbliebenen Büros ihre Entwürfe vor einer Jury, bestehend aus dem Bürgermeister, Vertretern der Verwaltung, der Schulleitung, der Gemeinderäte und einem Vertreter des Gewerbestammtisches. „Von früh beginnend bis zum Nachmittag war das ein doch anstrengender Tag für alle Beteiligten. Aber die Entscheidung fiel am Ende eindeutig zu Gunsten des Büros IPROconsult aus Dresden aus“, informierte der Bürgermeister.

Neubau soll über drei Millionen Euro kosten

Nun beginne die eigentliche Planung für den Schulneubau. Der, so die geschätzte Summe ohne Planungsleistungen, rund 3,13 Millionen Euro kosten soll. In der nächsten Woche wird es die Vertragsunterzeichnung für die Planungsleistungen geben.

Müller hofft, dass die Gemeinde viel gefördet bekommt. „Wenn alles gut läuft, könnten wir in der Gesamtschau bei 50 Prozent liegen. Das ist realistisch.“ Die Chancen stehen dafür gut, denn die neue Schule soll nach neuesten energetischen Gesichtspunkten errichtet, soll ein Nullenergiehaus werden.

Der Standort steht fest. Zwischen der alten Poststation, in der sich derzeit die Grundschule befindet, und dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Forstwirtschaftsbetriebes im Fachwerkstil, hatte die Gemeinde 2008 perspektivisch ein Grundstück dafür erworben. Für den Standort hätte die Nähe zur Bushaltestelle, zu Hort und Sporthalle sowie zur Verwaltung eine Rolle gespielt.

Der zur Straße hin entstehende Kopfbau soll zweigeschossig mit flach geneigtem Walmdach sein. Lehrerzimmer, die Räume der Schulleitung, eine Ausgabeküche mit Speisesaal/Aula und der Eingangsbereich werden hier im Erdgeschoss liegen. Im Obergeschoss entstehen die Bibliothek und Fachunterrichtsräume für Werken und Informatik. Im rückwärtigen Gebäudeteil mit Flachdach sollen die fünf künftigen Klassenräume, ein Gruppenraum sowie Lerninseln auf zwei Etagen entstehen. Überall im neuen Gebäude wird Barrierefreiheit bestehen.

Nullenergiehaus heizt auch Schulhort mit

Architekt Martin Fink, der mit seiner Kollegin Mandy Herold den Projektentwurf bei IPROconsult erarbeitete, freut sich über den Zuschlag. Für das Planungsteam sei die Herausforderung sportlich, denn der Neubau stelle nicht nur wegen der künftigen Lage im historischen Kern von Wermsdorf eine Herausforderung dar, sondern auch als Nullenergiehaus bei dem Abwärme sowie Sonnen- und Erdwärme genutzt würden. Deshalb werde für die Grundschule ein Energiekonzept erarbeitet, bei dem gewonnene Energie außerhalb auch für den benachbarten Schulhort genutzt werden könnte. Das Dresdner Büro, in dessen Händen auch die Planung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche lag, hat bereits in Wermsdorf Spuren hinterlassen. Projekte wie die Planung des Staatsarchives mit den Restaurationswerkstätten auf Hubertusburg sind ein Beispiel dafür.

Nach der Vertragsunterzeichnung werden die Planungsunterlagen erarbeitet. „Wenn alles genial läuft, könnten wir Mitte, Ende Dezember den Fördermittelantrag stellen, damit dann im Frühsommer des nächsten Jahres der 1. Spatenstich erfolgen könnte“, hofft Müller.

Von Bärbel Schumann

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