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Erstes Hospiz für Torgau-Oschatz ist in Planung

Sterbebegleitung Erstes Hospiz für Torgau-Oschatz ist in Planung

Das große Ziel des Vereins und seiner Mitstreiter ist ein Hospiz mit bis zu zehn Betten. Dafür wird eine Betreibergesellschaft gegründet, die aus Vertretern der Caritas und dem Christlichen Sozialwerk besteht.

Der Hospizdienst in der Region Torgau-Oschatz ist momentan mobil organisiert. Jetzt ist der Bau eines Hospizes geplant.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. "Wir können den Tod nicht abschaffen, würdeloses Sterben schon!" ist auf der Homepage des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes aus Anlass des Welthospiztages im Oktober zu lesen. Die Arbeit des Hospizdienstes widmet sich schwerstkranken und sterbenden Menschen. Am Ende steht der Tod. Bis dahin helfen die etwa 60 Mitglieder des Hospizvereins der Region, den betreffenden Personen ein so würdiges Leben wie nur möglich zu gestalten.

Wie von Christa Sirrenberg aus dem Vorstand des Vereins zu erfahren war, begleiten die Mitglieder jährlich etwa 45 Menschen auf ihrem letzten Lebensweg, genau auf dem Weg, den jeder "beschreiten" muss - im Alter oder auch schon sehr viel früher. Es sollte allen Menschen bewusst sein: "Wir sind nur Gast auf Erden", wie es in einem Kirchenlied heißt.

Der Hospizverein setzt sich für eine würdige Begleitung bis zuletzt ein und ist auch für die Hinterbliebenen da. Der Tod, der täglich Millionen Menschen trifft, soll weiter enttabuisiert werden. In diesem Sinne haben die Sterbehelfer in der Region schon viel geschafft. Christa Sirrenberg nennt zum Beispiel die Palliativstation mit sechs Betten in der Collm-Klinik, die im Mai des vergangenen Jahres eingeweiht wurde. Und seit 2009 gibt es den nordsächsischen Palliativnotdienst rund um die Uhr unter der Leitung von Dr. Ina Schmitzer.

Das große Ziel des Vereins und seiner Mitstreiter ist ein Hospiz mit bis zu zehn Betten. "Dafür wird eine Betreibergesellschaft gegründet, die aus Vertretern der Caritas und dem Christlichen Sozialwerk besteht", so Christa Sirrenberg. Wann das Hospiz seine Arbeit aufnehmen kann, dazu wollte und konnte sie sich nicht festlegen. "Freuen würde ich mich, wenn wir im nächsten Jahr anfangen könnten zu bauen." Aber das sei noch ein weiter Weg.

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