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Erstmals Abwassergebühren für Luppa-Dörfer, Collm und Lampersdorf

Gemeinderatsbeschluss zu Abgaben Erstmals Abwassergebühren für Luppa-Dörfer, Collm und Lampersdorf

In fünf Wermsdorfer Ortsteilen werden ab Januar erstmals Abwassergebühren fällig. Das betrifft die Einwohner von Luppa, Calbitz, Malkwitz, Collm und Lampersdorf. Der Wermsdorfer Gemeinderat hat die Gebührenkalkulation mehrheitlich beschlossen. Grund dafür sind die Kosten für den Betrieb der Anlagen bei gleichzeitig sinkender Einleitmenge.

Weg ist das Wasser – und das Geld gleich mit. In fünf Wermsdorfer Ortsteilen werden erstmals Abwassergebühren fällig.

Quelle: dpa-Zentralbild

Wermsdorf. In fünf Wermsdorfer Ortsteilen werden ab Januar erstmals Abwassergebühren fällig. Konkret betrifft das die Einwohner von Luppa, Calbitz, Malkwitz, Collm und Lampersdorf. Der Wermsdorfer Gemeinderat hat Gebührenkalkulation und Satzung für die Dörfer auf seiner Sitzung am Donnerstag mehrheitlich beschlossen. Grund dafür sind die Kosten für den Betrieb der Anlagen bei gleichzeitig sinkender Einleitmenge. „Ohne Grundgebühr geht es dauerhaft nicht“, sagte Bürgermeister Matthias Müller (CDU), „das Kanalnetz bleibt genau so lang wie bisher, auch wenn weniger eingeleitet und Wasser gespart wird.“ Kanalnetze und das Klärwerk in Malkwitz müssten instand gehalten werden – unabhängig von der Abwassermenge. Neben Kosten für eingeleitetes Schmutzwasser gehört zu den Kalkulationen auch die Teilleistung Niederschlagswasserentsorgung, die sich nach der versiegelten Grundstücksfläche richtet.

Bisher sei es in den betreffenden Ortsteilen ohne Grundgebühr gegangen, nun könne es durchaus sein, dass einige Grundstückseigentümer mehr belastet werden, exorbitant teuer werde es mit der Gebühr aber nicht, versicherte Müller. Die Einführung sei mit den Ortschaftsräten beraten und auch lange im Gemeinderat diskutiert worden. Ratsmitglied Bernhard Müller (Linke) räumte ein, dass diese Beschlüsse Bauchschmerzen bereiten, zustimmen werde er dennoch: „Mit der Einführung einer Grundgebühr halten wir die Belastung moderat.“

Neue Gebühren

Collm und Lampersdorf: Für die Einleitung von Schmutzwasser werden 98 Cent pro Kubikmeter fällig. Die monatliche Grundgebühr beträgt 5,30 Euro. Die Entsorgung von Niederschlagswasser kostet einmal im Jahr pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche 10 Cent.

Luppa, Calbitz, Malkwitz: Bei Zentralentsorgung sind 3,62 Euro pro Kubikmeter Abwasser als Einleitungsgebühr zu zahlen, dazu kommen 5,30 Euro monatliche Grundgebühr und 22 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche, jährlich für Niederschlagswasser. Die Gebühr bei der Dezentralentsorgung beträgt 32 Cent pro Kubikmeter Abwasser, die monatliche Grundgebühr beträgt ebenfalls 5,30 Euro.

Gemeinderätin Kerstin Krause (CDU) konnte dem Beschlussvorschlag nichts abgewinnen. Sicherlich sei die Gebühr gerechtfertigt, aber in einer alternden Gesellschaft gebe es in den Dörfern viele alleinstehende Menschen auf großen Gehöften, die damit belastet würden. Man setze alles daran, wirtschaftlich zu arbeiten, entgegnete Matthias Müller. „Und wenn es tatsächlich günstiger wird, berechnen wir das im nächsten Kalkulationszeitraum“, versicherte der Bürgermeister. Ursula Fritzsche, für die SPD im Gemeinderat, appellierte an die Ratskollegen, den Gerechtigkeitsgedanken nicht aus dem Blick zu verlieren. „Denkt bitte auch daran, dass wir mit dem Abwasserzweckverband in Wermsdorf vor der gleichen Situation standen und bereits Gebühren erheben mussten“, erinnerte sie. Auch hier gebe es große Grundstücke und die Leute müssten schon seit Jahren zahlen.

„Ich finde es ärgerlich, dass wir das heute beschließen, und die Bevölkerung kriegt die Gebühr dann auf das Butterbrot geschmiert“, meinte Rat Harald Werner (Freie Wähler). Man tage nicht hinter verschlossenen Türen, wies Müller den Vorwurf zurück, die Abwassergebühr unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu besiegeln. „Auch heute ist wieder niemand unter den Gästen, den das betrifft“, meinte er mit Blick auf die nahezu leeren Besucherstühle.

Mehrheitlich stimmte der Wermsdorfer Gemeinderat schließlich jeweils für die Gebührenkalkulation und die Abwassersatzung für Luppa, Calbitz und Malkwitz sowie Collm und Lampersdorf. Einzig Kerstin Krause zückte die rote Karte, und Harald Werner tat es ihr gleich als es um die Luppa-Dörfer ging, beim Beschluss zu Collm und Lampersdorf enthielt er sich der Stimme. Die Abwassergebühr werden ab dem kommenden Jahr erhoben, und die Kalkulation gilt bis 2020.

Von Jana Brechlin

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