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Oschatz "Es ist sehr anstrengend zu singen"
Region Oschatz "Es ist sehr anstrengend zu singen"
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17:03 21.06.2013

Die OAZ befragte dazu den Dirigenten Philipp Amelung.

Frage: Herr Amelung, bei den Benefiz-Konzerten des Lions-Clubs sind Sie schon eine feste Größe - und das, obwohl Sie schon seit 2011 Universitätsmusikdirektor in Tübingen sind. Sie lassen sich nicht lange bitten, wenn es darum geht, wieder zum Konzert nach Oschatz zu kommen. Was zieht Sie immer wieder hierher?

Philipp Amelung: Die Freundlichkeit des Lions-Clubs, der das immer sehr rührig organisiert. Es sind sehr herzliche Leute hier. Und das Konzert ist ja für eine gute Sache, weil die Einnahmen den weniger glücklichen Menschen in der Region zukommen. Schließlich habe ich sechs Jahre in Sachsen gelebt und gearbeitet - ich freue mich, dass ich auch mit meinen Besuchen in Oschatz diese Drähte erhalten kann.

Sie bringen den Akademischen Chor der Universität Tübingen mit. Waren die Sängerinnen und Sänger auch so schnell zu begeistern?

Ich habe ihnen natürlich ein bisschen vorgeschwärmt. Und sie freuen sich schon. Es wird zwar sehr anstrengend, weil wir "Carmina Burana" schon am Freitag in Tübingen aufführen und dann sehr früh nach Oschatz aufbrechen müssen. Aber Chorreisen unternehmen wir gerne; da lernt man sich einfach besser kennen. Die Studenten sind ja oft nur für ein paar Jahre im Chor; die Fluktuation ist recht groß, da tun solche Reisen schon gut.

Carmina Burana - erklären Sie unseren Lesern doch mal, was es damit eigentlich auf sich hat.

Carmina Burana, das ist zunächst eine Sammlung von mittelalterlichen, mittelhochdeutschen und mittellateinischen sowie teils französischen Texten. Man hat diese Texte 1803 in Benediktbeuern gefunden. Die Dichter waren anonym. Und es waren Vagabunden. Die Ursprungssammlung besteht aus 254 Texten - dazu zählen moralische Lieder und Spottgesänge, Liebeslieder, Trink- und Spiellieder, auch zwei geistliche Theaterstücke sind integriert. Was Carl Orff später in Carmina Burana verfasst hat, ist nur ein kleiner Teil dessen, er hat 25 Stücke ausgewählt. Und dann hat er diese szenische Kantate 1935 aufgeführt.

Was ist musikalisch für Sie und Ihre Künstler die größte Herausforderung?

Einerseits das Stimmliche: Es ist sehr anstrengend zu singen - mit einigen hohen Lagen und teils auch laut. Die mittelhochdeutschen Texte sind auch nicht ohne. Vom Notentext her ist es nicht ganz so schwer.

Was erwartet die Konzert-Besucher am 20. Juli im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus?

Es sind wunderschöne Melodien dabei und sehr mitreißende Melodien. Lustige, aber auch dramatische Texte. Wir bringen drei sehr gute Solisten mit: Maria Bernius (Sopran), Gustavo Sanchez (Tenor) und Thomas Scharr (Bariton). Wir haben außerdem zwei Pianisten und fünf Schlagzeuger dabei - das geht richtig ab.

Sind die Konzerte in Oschatz auch schon für Kinder geeignet?

Ja, für Kinder und für Erwachsene gleichermaßen.

Wollen Sie noch etwas loswerden?

Grüße an mein Publikum in Oschatz. Ich freue mich, dass es wieder klappt und wir uns wieder sehen.

Fragen: Björn Meine

Björn Meine

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