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Oschatz Europaabend zum „Workcamp Parquet“ im Dahlener Schloss
Region Oschatz Europaabend zum „Workcamp Parquet“ im Dahlener Schloss
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00:21 11.09.2017
Auch der Name von Stefan Iosif aus Rumänien steht im Kaisersaal. Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Dahlen

Eine halbe Stunde vor Beginn des Europaabends legten die letzten ihr Werkzeug aus der Hand – dann waren die neuen Parkettböden im Kaiser- und im Spiegelsaal des Dahlener Schlosses fertig. Zumindest fast: „Die Leisten fehlen noch und beide Böden müssen morgen geschliffen und versiegelt werden“, sagte der Dahlener Handwerksmeister Steve Klose, der das „Workcamp Parquet“ mit seinen Berufskollegen Ernst Müller sowie Michaela Reichlová und René Caran aus Tschechien veranstaltet hat.

Die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen waren beeindruckt von der Arbeit der jungen Handwerker. Auch der Initiator des Abends Landtagsmitglied Frank Kupfer (CDU) staunte: „Es ist unglaublich, was hier in so kurzer Zeit entstanden ist.“ Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) nannte das Gemeinschaftsprojekt sogar ein Stück europäischer Geschichte, immerhin waren Bodenleger aus elf Nationen beteiligt. „Es ist gelungen, unabhängig von Herkunft und Sprache wie eine große Familie gemeinsam etwas zu schaffen“, lobte er.

Einer, der am Versailler Parkett im Dahlener Kaisersaal mitgearbeitet hat, ist Stefan Iosif aus Rumänien. Der 21-Jährige hat eigentlich in der Automatisierungsbranche gelernt, ist jetzt aber bei seinem Vater, einem Bodenleger, ins Geschäft eingestiegen. Und so gut, dass er den Landeswettbewerb der Nachwuchshandwerker gewann und sich damit für das Workcamp in Dahlen qualifizieren konnte. „Die Woche hier war toll. Ich konnte mit vielen Leuten arbeiten. Allen gefällt, was sie tun und es gibt keinen Streit“, schwärmte er. Stefan Iosif siegte zudem bei einem Europaquiz unter allen Teilnehmern und gewann ein Materialpaket im Wert von 400 Euro. Sein Name und der aller anderen ist jetzt in einem umlaufenden Band im Parkett verewigt.

Er sei sehr stolz auf alle Teilnehmer, dass sie gemeinsam umsetzen konnten, was zuvor nur eine Idee war, sagte Steve Klose: „Aus einem Funken ist hier eine richtig große Sache geworden.“ Der Generalkonsul Tschechiens Jiri Kudela unterstrich den europäischen Gedanken: „Wie jedes richtige Haus braucht auch Europa einen guten Boden und ein gutes Dach.“ Es könne kaum Besseres geben, als Neues zu lernen und dabei neue Freunde zu finden. Die fand am Donnerstag auch der Schlossverein, denn die Aegidien Gospel Singers aus Oschatz, die zum Europaabend sagen, spendeten ihr Honorar für den Erhalt des Schlosses.

Von Jana Brechlin

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