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Evangelische Werkschule in Naundorf ist auf Wachstumskurs

Besuch vom Bundestagsabgeordneten Evangelische Werkschule in Naundorf ist auf Wachstumskurs

Über Projekte, Perspektiven sowie Probleme der Evangelischen Werkschule und ihres Trägervereines informiert sich der Wahlkreisabgeordnete Marian Wendt (CDU) bei einem Besuch am Mittwochnachmittag. Schwerpunkte waren die wirtschaftliche Situation der Schule, ihr Programm und die Schülerbeförderung.

Im Gespräch: Vereinsgeschäftsführer Tobias Leißner (r.) und Bundestagsabgeordneter Marian Wendt.

Quelle: Dirk Hunger

Naundorf. Über Projekte, Perspektiven sowie Probleme der Evangelischen Werkschule und ihres Trägervereines informiert sich der Wahlkreisabgeordnete Marian Wendt (CDU) bei einem Besuch am Mittwochnachmittag.

„Derzeit lernen hier 60 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10“, erläuterte der Geschäftsführer des Vereines Tobias Leißner. Auch mit der nun höheren Pro-Kopf-Zuweisung durch den Freistaat Sachsen sei die Wirtschaftlichkeit „auf Kante genäht“. Leißner betonte im gleichen Atemzug, dass die Lehrer motiviert seien, ein freies Schulkonzept umzusetzen. Außerdem wüssten die Eltern, wenn sie ihre Kinder hier anmelden würden, worauf sie sich einließen: 60 Euro Schulgeld pro Monat plus fünf Euro für die Angebote des Sportvereines. Dazu kämen die Kosten für den Schülerverkehr und in vielen Fällen eine Patenschaft – noch einmal in Höhe des Schulgeldes. Man brauche einerseits mehr Schüler, wolle aber kein ungebremstes Wachstum. „Wir müssen uns auch darüber Gedanken machen, wie groß die Schule werden soll“, betonte Tobias Leißner. Man wolle schließlich nicht den Vorteil aufgeben, in kleinen Klassen zu unterrichten.

Der Geschäftsführer schilderte Marian Wendt, dass es ein wichtiges Anliegen des Vereines sei, die Wahrnehmung der Schule in der Öffentlichkeit zu verbessern. „Wir sind die einzige evangelische Oberschule im Landkreis Nordsachsen“, nannte Leißner das Alleinstellungsmerkmal der Einrichtung. Rücke man das in den Fokus, müsse der Standort im ländlichen Raum kein Nachteil sein.

Schon jetzt kämen die Schüler auch von außerhalb des Landkreises, zum Beispiel aus Döbeln, Riesa und seiner Umgebung sowie Mutzschen und anderen Grimmaer Ortsteilen. Neben Linienbussen und Fahrgemeinschaften würden Taxis bei der Beförderung der Schüler von und zu ihren Wohnorten eine Rolle spielen. Der Bundestagsabgeordnete betonte, dass sich die CDU des Problemes der Schülerbeförderung im ländlichen Raum bewusst sei. Seiner Ansicht nach sei es nicht generell damit zu lösen, die Buslinien und -fahrten auf die Schulen zuzuschneiden. „Wenn der Landkreis der Schule Transporter zur Verfügung stellen würde und Sie dann deren Routen nach Ihren Erfordernissen erarbeiten würden, würde Ihnen das sicher besser helfen“, schilderte er seine Überlegungen zu diesem Problem.

Auf seine Frage, ob sich der Verein nach den Turbulenzen um die Brandschutzauflagen wieder wirtschaftlich konsolidieren konnte, erläuterte Tobias Leißner, dass es eine Reihe von Baustellen gäbe. Anbauten, Erweiterung und Modernisierungen könne man durchaus planen, aber dazu müsse es Klarheit zum zukünftigen Umgang mit dem Schulgrundstück geben. Ansonsten habe man keine Chance auf Fördermittel.

Ein weiteres Anliegen des Geschäftsführers ist es, künftig das Werkschulprofil wieder stärker zu betonen. Die Werkstatt im Haus sei gut ausgerüstet. „Zum Schulkonzept gehört, durch das Tun zu lernen“, erläuterte Vorstandsvorsitzende Christiane Gnaudschun. Die Schule habe schon viel ausprobiert und Grenzen ausgelotet. Dabei gehe es immer darum, dass Wissen, das der Lehrplan vorschreibe, zu vermitteln – aber nicht nur auf der Schulbank, sondern auch in der Werkstatt und im Außengelände.

Tobias Leißner erläuterte dem Bundestagsabgeordneten, dass er der Vernetzung mit Partnern hohen Stellenwert zumesse. Das seien einerseits Partnerschaften zur Wirtschaft, um zeitig in die Berufsorientierung einsteigen zu können und den Schülern Perspektiven in der Heimat zu bieten. Andererseits sehe er durchaus noch Reserven in der Zusammenarbeit mit der Apfelbaumschule in Schweta. „Die Zusammenarbeit ist auf einem guten Weg“, betonte er. So gäbe es unter anderem ein gemeinsames Projekt beider evangelischen Schulen mit dem „Wilden Robert“. Man werde sich zusammen bei der Kleinen Gartenschau im Sommer in Oschatz präsentieren.

Marian Wendt bot an, bei Interesse die 9. Klasse nach Berlin in den Bundestag einzuladen oder selbst eine Unterrichtsstunde in Naundorf zu halten.

Von Axel Kaminski

Naundorf 51.2568083 13.1087681
Naundorf
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