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Oschatz Facebookseite vom Jugendstadtrat in Oschatz sind die Füße eingeschlafen
Region Oschatz Facebookseite vom Jugendstadtrat in Oschatz sind die Füße eingeschlafen
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16:25 04.06.2018
Morgenröte über Oschatz, doch auf der Facebookseite vom Oschatzer Jugendstadtrat könnte bald das Licht ausgeknipst werden. Quelle: privat
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Oschatz

Die Stadt Oschatz ist seit Jahren zu Recht stolz auf ihren Jugendstadtrat und die inhaltliche Arbeit, die das Gremium erledigt. Doch bei der Facebookseite des Oschatzer Jugendstadtrates hapert es gewaltig. Der letzte Eintrag bei Facebook ist ein Artikel aus der Oschatzer Allgemeinen von der vergangenen Wahl. Weil bei der Facebookseite nicht viel los ist, wollte sich der Oschatzer Jugendstadtrat, dem neben den gewählten Jugendlichen, auch Stadträte und Oberbürgermeister Andreas Kretschmar angehören, über das weitere Vorgehen verständigen.

Eine Seite ohne Inhalte

„Der Facebookseite des Jugendstadtrates sind offenbar die Füße eingeschlafen“, so eröffnete Kretschmar die Diskussion. Wie es dazu kam, schildert der städtische Jugendarbeiter René Werner. „2013/14 haben wir an einem Pilotprojekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung teilgenommen. In dem Zusammenhang konnte der Oschatzer Jugendstadtrat eine eigene Internetpräsens aufbauen. Dort gab es anfänglich auch viele Besuche. Aber als Facebook aufkam, war niemand mehr auf unserer Internetseite. Wir haben dann eine eigene Facebook-Fanpage aufgebaut, auf der automatisch die Inhalte aus unserer Homepage auftauchten. Doch leider wurde dieses Medium auch kaum genutzt, so dass wir uns in der heutigen Situation befinden“, so Werner. Im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung stellt sich jetzt die Frage, ob die Facebook-Präsens nicht abgebaut wird. „Was machen wir jetzt? Bekommen wir die Seite noch wiederbelebt? Ist das überhaupt noch euer Medium?“, fragte Oberbürgermeister Kretschmar.

Facebook für die Stadtjugend uninteressant

Die Frage konnte Jugendstadtrat Noel Huß aus der Partnerstadt Filderstadt glatt beantworten. „Facebook wird inzwischen vor allem von der Altersgruppe 25 und älter genutzt“, sagte er. In Filderstadt würden die Inhalte zum Jugendstadtrat über die normale städtische Homepage abgewickelt. Auch die Oschatzer Jugendstadträtin Emily Griehl hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Altersgruppe inzwischen eher den mit Facebook verbandelten Dienst Instagram nutzt. „Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass die Informationen künftig auf einer anderen Oschatzer Facebookseite laufen“, so Emily Griehl. Bei Stadtrat Frank Schneider stößt die Facebookfaulheit auf Unverständnis. „Ich bin auch Gildemitglied und wir arbeiten viel mit Facebook und haben sehr gute Erfahrung gemacht. Ich kann es nicht verstehen, das sich niemand findet, der hin und wieder ein paar Posts auf Facebook absetzt“, so Schneider.

Entscheidung über das Aus vertagt

Stadtrat Stefan Schurich merkte an, dass die Facebookpräsenz nicht nur für die städtische Jugend wichtig ist. „Es ist auch ein Weg, die älteren Oschatzer über die Themen des Jugendstadtrates zu informieren. Aber wenn man sich die momentane Situation anschaut, halte ich es für sinnvoll, die Jugendstadtratsseite ruhen zu lassen“, so Stefan Schurich.

„Ich nehme aus der Sitzung mit, dass sich der Jugendstadtrat noch einmal intensiv mit dem Thema auseinandersetzt – ob Instagram oder Facebook oder vielleicht gar kein Auftritt notwendig ist. Die Stadtverwaltung wird noch einmal die datenschutzrechtliche Seite anschauen“, so der Oberbürgermeister, der die ungepflegte Facebookseite des Jugendstadtrates nicht gut findet. Bei einer der nächsten Sitzungen soll über das weitere Schicksal der Oschatzer Jugendseite entschieden werden.

Von Hagen Rösner

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