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Oschatz Fachberater klärt Oschatzer Kleingärtner über das Barbarakraut auf
Region Oschatz Fachberater klärt Oschatzer Kleingärtner über das Barbarakraut auf
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16:21 20.09.2017
Für das Barbarakraut gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten.
oschatz

Dem Regionalverband der Kleingärtner Torgau-Oschatz gehören derzeit 62 Kleingärtnervereine mit 3653 Mitgliedern an. Die Kleingartenparzellen befinden sich auf 170 Hektar Land. Allein in Oschatz zählt der Regionalverband zehn, in Mügeln fünf Kleingartensparten, die sich in seinen Reihen organisiert haben. In allen zum Regionalverband gehörenden Sparten gibt es ehrenamtliche Fachberater, an die sich die einzelnen Hobbygärtner bei Fragen und Problemen wenden können. Doch die Fachberater führen in ihren Vereinen auch eigenständig Beratungen und Schulungen durch. Fast immer sind diese Fachberater selbst erfahrene Kleingärtner. Zudem erhalten sie durch den Regionalverband jährlich ein Schulungsangebot zu unterschiedlichsten Themen.

Vortrag zu Kräutern

Im Vereinsheim der Oschatzer Gartensparte Erich Billert fand jetzt solch eine Beratungsveranstaltung statt. Eingeladen hatte dazu der Regionalverband alle Fachberater aus der Oschatzer Region. Der Vortrag von Krafft Spierling, Kreisfachberater des Regionalverbandes, stand diesmal unter dem Thema „Kräuter – wichtig für Küche und Gesundheit“.

Seit 2007 ist der Mügelner als Fachberater des Regionalverbandes aktiv. Quer durch die bunte Welt der Kräuter führte sein Vortrag. Viele bekannte Kräuter, stellte er vor. Doch für viele der versammelten Frauen und Männer war das nicht neu, denn wohl fast jeder Kleingärtner schwört auch auf frische Kräuter von der eigenen Parzelle. Krafft Spierling hatte jedoch auch für die Experten manchen neuen Tipp parat, wo zum Beispiel das eine oder andere Kraut im Garten zusätzlich nützlich sein kann. So empfahl er beispielsweise auf den Baumscheiben unter den Obstgehölzen Duftkräuter anzubauen, denn die werden von Bienen geliebt. Und auf diese Weise fördere der Kleingärtner eine gute Bestäubung seiner Obstbäume.

Aber auch mit manch noch unbekanntem Kraut konnten die Zuhörer an diesem Abend sozusagen Bekanntschaft schließen.

Vielseitig einsetzbares Kraut

Dazu gehören zum Beispiel der „Gute Heinrich“, das Barbarakraut oder der „Bertram“. Als Wildgemüse zeichnen den „Guten Heinrich“ zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten aus. Die noch nicht blühenden jungen Pflanzen können wie Spinat verwendet werden. Etwa zwölf Zentimeter lange Triebe werden wie Spargel zubereitet und schmecken ähnlich. Die Blüten des Krautes eignen sich zum Dünsten und ähneln dann Brokkoli. Auch als Heilpflanze wird sie eingesetzt, da sie Eisen und Vitamin C, aber auch Oxalsäure enthält. Aber auch bei Hauterkrankungen und Wurminfektionen wurde sie früher viel verwendet.

Wurzel leistet gute Dienste

Bertram ist eine Pflanze, bei der vor allem die Wurzel gute Dienste leistet. Teile von ihr genossen, auch als Pulver, kann bei Verdauungsstörungen helfen. Bertram reguliert die Darmflora, Mangelerscheinungen, mindert Fehlsäfte, sorgt für gutes Blut, ist ein Resorptions- und Kräftigungsmittel. E verhindert Fäulnisprozesse im Darm, regt die Gehirnleistung an. Hilft aber auch bei Fehlernährung, Diabetes und erhält auch die Gesundheit. Am Ende des Abends nahmen die meisten Teilnehmer dann doch etwas Neues mit nach Hause, obwohl viele in der Runde schon kleine Experten auf dem Gebiet waren.

Von Bärbel Schumann

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