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Oschatz Fachkrankenhaus Hubertusburg mit steigender Auslastung
Region Oschatz Fachkrankenhaus Hubertusburg mit steigender Auslastung
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06:00 14.03.2017
Die Kliniken setzen auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Mehr Zulauf in den Sprechstunden: Die ambulanten Angebote im Fachkrankenhaus Hubertusburg werden durchweg gut angenommen, und das schlägt sich in der Bilanz der Kliniken nieder. Insgesamt 11 195 Patienten wurden 2015 im Fachkrankenhaus Hubertusburg ambulant behandelt – das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grund für die wachsende Auslastung seien vor allem die psychotherapeutische Institutsambulanz, die Ambulanz für Multiple Sklerose und die neuropädiatrische Sprechstunde der Kinderklinik, heißt es von der St. Georg Unternehmensgruppe, zu der das Fachkrankenhaus Hubertusburg gehört.

Der Standort Wermsdorf habe ein positives Geschäftsjahr mit wachsenden Patientenzahlen und hoher Auslastung hinter sich. „Wir freuen uns, im vergangenen Jahr ein Ergebnis von rund 1,7 Millionen Euro erwirtschaftet zu haben“, erklärte Geschäftsführerin Dr. Iris Minde. Auch das Medizinische Versorgungszentrum Schloss Hubertusburg habe eine Überschuss von 12 000 Euro erzielt.

Zufrieden ist die Geschäftsführerin auch mit der stationären Arbeit in Wermsdorf: So habe die Auslastung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit 127 Betten im vergangenen Jahr 96 Prozent erreicht und sei damit „durchweg stabil“. 2016 wurden hier insgesamt 1722 Patienten behandelt, in der Neurologie waren es 1641 Patienten und in der Kinderklinik 942 Mädchen und Jungen. Letzte leidet noch unter der Schließung der Entbindungsstation in der Oschatzer „Collm Klinik“: Seitdem dort nicht mehr entbunden wird, fehle bei Eltern Neugeborener der Bezug zum Krankenhaus in Wermsdorf, hatte Iris Minde bereits Anfang des Jahres eingeräumt.

Start nachgefragt sind jedoch die Tageskliniken der Psychiatrie in Torgau und Riesa. In beiden Einrichtungen stehen jeweils 20 Plätze zur Verfügung, und im vergangenen Jahr konnten hier drei Prozent mehr Patienten behandelt werden – das entspricht einer Auslastung zu 100 Prozent.

Vom guten Ergebnis in Wermsdorf sollen auch die Mitarbeiter profitieren. Wie Manuela Powollik vom Unternehmen mitteilt, gab es für den ärztlichen Dienst eine Tarifsteigerung um 2,1 Prozent, und die Ergebnisbeteiligung stieg von 2,5 auf sieben Prozent. Zum 1. Oktober 2016 erhielt zudem der nichtärztliche Dienst – dazu gehören etwa Pflegekräfte, technischer Dienst, klinisches Hauspersonal oder Verwaltung – 2,75 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung über 250 Euro. Auch ins Haus selbst floss Geld, zum Beispiel in den Ausbau des W-Lan-Netzes sowie in ein Datenmanagementsystem für Intensiv- und die Schlaganfallspezialstation. Diese auch Stroke Unit genannte Einheit hat gerade erneut das Zertifikat von Deutscher Schlaganfall-Gesellschaft und Stiftung Schlaganfall-Hilfe erhalten und gehört damit weiterhin zu den zertifizierten Spezialstationen.

Womöglich wird das Unternehmen sein Angebot in Wermsdorf weiter ausbauen. Derzeit prüfe man, ob hier ein Demenzpflegeheim realisierbar sei. „Für die Grundlagenermittlung und Vorplanung für diesen ’Wohnpark Hubertusburg’ werden wir eine Machbarkeitstudie durchführen“, kündigt Geschäftsführerin Iris Minde an.

Von Jana Brechlin

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