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Oschatz Fahrgäste wünschen sich Café und Zeitungskiosk für Oschatzer Bahnhof
Region Oschatz Fahrgäste wünschen sich Café und Zeitungskiosk für Oschatzer Bahnhof
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06:00 09.03.2017
Fahrkarten gibt es nebenan im Container. Aber immerhin ist das Dach des Oschatzer Bahnhofes wieder dicht. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Das Dach des Oschatzer Bahnhofes ist wieder dicht und einige der schwer geschädigten Decken sind saniert. Zuvor stand das Gebäude jahrelang leer. Während die Bahn es an eine Immobiliengesellschaft verkauft hatte und das Gebäude mehrmals bei Versteigerungen angeboten wurde, hatte sich sein Zustand dramatisch verschlechtert. Nach den ersten Sanierungsarbeiten, die die Stadt als neuer Eigentümer angeschoben hat, werden nun Pläne geschmiedet.

Die OAZ hat sich umgehört, was sich die Besucher des Bahnhofs für das Innere des Gebäudes wünschen. Martina Triebler würde einen Imbiss begrüßen, so dass sie für eine lange Zugfahrt ein paar Snacks mitnehmen könnte. „Manchmal vergisst man seine Verpflegung ja auch zu Hause“, so die 62-Jährige. Auch eine Drogeriefiliale sei vorstellbar – oder zumindest ein Geschäft, in dem kleine Souvenirs und Geschenke angeboten werden, „falls ich mal jemanden besuchen will und noch ein Mitbringsel brauche.“

Monika Kunze wünscht sich vor allem einen Aufenthaltsraum und „ordentliche Toiletten für die, die hier warten müssen.“ Auf ihrer persönlichen Rangliste folgen ein Café sowie ein Imbiss. Ganz wichtig außerdem: Ein Kiosk mit Zeitungen und Zeitschriften, um sich die Zeit im Zug zu vertreiben. Den Schlüssel für den bereits bestehenden Fahrradunterstand sollte es direkt am Bahnhof geben. Für sie ist es wichtig, dass es neben den Ticketautomaten auf dem Bahnhof auch einen Schalter gibt: „Ältere Menschen kommen mit der modernen Technik nicht unbedingt zurecht“, so die 54-Jährige.

Andreas Kroll aus Oschatz ist da bescheidener: „Ein kleiner Imbiss, ein Café für die kalten Wintermonate und ein Eisstand für den Sommer – damit wäre ich schon glücklich“, sagt der 42-Jährige. Über einen Kiosk wäre der Pendler, der fünfmal pro Woche am Bahnhof ein- und aussteigt, ebenfalls froh. „Große Läden braucht es aber nicht. Man muss ja nur 15 bis 20 Minuten Wartezeit überbrücken.“

Die 22-jährige Felicitas Zimmermann sieht das anders: Neben Toiletten, Café und Imbiss könnte sie sich einen Aufenthaltsraum vorstellen, in dem sich die Kinder wartender Familien beim Spielen die Zeit vertreiben können. Ein Ticketautomat, der zuverlässig funktioniert, ist für die Dresdener Studentin Pflicht: Die Tickets am Schalter sind teils teurer als am Automaten.

„Im nächsten Bauabschnitt soll der Mittelteil des Empfangsgebäudes zu einer Mobilitätszentrale umgebaut werden, damit künftig der provisorische Fahrkartenverkauf im Container entfallen kann“, erläutert Anja Seidel, Pressesprecherin der Stadt Oschatz, das weitere Vorgehen. Dafür stelle der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig eine Förderung mit einer Höhe bis zu 90 Prozent in Aussicht. Die Mobilitätszentrale, so der Plan, werde perspektivisch von der Döllnitzbahn GmbH betrieben. Sie soll unter anderem einen zeitgemäßen Fahrkartenverkauf sowie Reisebedarf anbieten. Außerdem plant die Stadt, die Fahrradabstellanlage im Nebengebäude zu erweitern. Für die restlichen noch freien 600 Quadratmeter Nutzfläche stehe die Stadt in Verhandlung mit einem potenziellen Mieter. Eine Entscheidung werde im Frühjahr erwartet.

Von Christian Neffe und Axel Kaminski

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