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Oschatz Fahrzeug mit Gewehr beschossen
Region Oschatz Fahrzeug mit Gewehr beschossen
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15:57 22.10.2013
Die zerborstene Frontscheibe des Transporters liegt noch auf dem Baufeld der Umgehungsstraße Mügeln verstreut. Quelle: Sven Bartsch

Zum Glück traf das Geschoss nicht den daneben stehenden Fahrzeugführer. Er und seine Kollegen kamen mit dem Schrecken davon. Diebstähle von Diesel und Baumaterial sind zudem an der Tagesordnung, sagt Bauleiter René Förster.

Schrecksekunde auf der Baustelle unmittelbar neben der Firma Maluck: Plötzlich gab es dort am Montagabend, gegen 19 Uhr einen lauten Knall, nachdem die Bauarbeiter zum Feierabend gerade ihren Kleintransporter abgestellt hatten. Hinter ihnen krachte die Frontscheibe des Baufahrzeuges zusammen. "Es war schon dunkel und wir dachten zuerst, die Scheibe sei durch innere Spannung zusammengefallen", sagt Bauleiter René Förster von der Firma Tesch Straßenbau GmbH & Co KG aus Schkeuditz. Doch gestern früh entdeckten die Bauarbeiter im Scherbenhaufen ein Projektil. Offenbar hatte jemand mit einem Druckluftgewehr auf das Fahrzeug geschossen. "Der Fahrer stand daneben und hätte auch getroffen und schwerverletzt oder sogar getötet werden können", ist Förster empört. Schließlich hatte das Geschoss eine solch hohe Durchschlagskraft, dass die Scheibe vollständig zertrümmert wurde. Das Unternehmen erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. "Wenn es an die Gesundheit unserer Mitarbeiter geht, muss man überlegen, ob man die Arbeit dort nicht unterbricht, bis die Sache geklärt ist. Wir werden beobachten, wie es weitergeht", so der Bauleiter gegenüber der Oschatzer Allgemeinen.

"Wir haben das Projektil gesichert und die Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen", bestätigte gestern Polizeihauptkommissar Steffen Rehn vom Polizeirevier Oschatz.

Der jüngste Zwischenfall ist allerdings nur einer von zahlreichen Vorkommnissen, mit denen die Bauarbeiter seit bereits einem Jahr immer wieder konfrontiert werden. "Dieseldiebstahl ist an der Tagesordnung. In diesem Jahr bereits zehn Mal. Insgesamt wurden etwa 2000 Liter von unseren Fahrzeugen abgezapft", so Förster. Und es geht noch viel schlimmer: "Am Wochenende nach dem Tag der Deutschen Einheit hatten die Diebe auf der Baustelle beim Abzapfen jede Menge Kraftstoff daneben laufen lassen. Das Erdreich war infolge dessen stark kontaminiert. Wir mussten daraufhin etwa 30 Kubikmeter Boden austauschen. Die Umweltbehörde ist eingeschaltet", so Förster.

Ebenfalls verschwinde von der Baustelle laufend jede Menge Baumaterial. Selbst bereits eingebaute Teile seien vor den Unbekannten mit ihren klebrigen Fingern nicht sicher. "Eines nachts verschwanden gleich zwölf Schachtabdeckungen. Zweimal sind an unserer Containerburg bereits die unter Strom stehenden Kabel durchgeschnitten und mitgenommen worden", zählt der Bauleiter einige der besonders dreisten Diebstähle auf.

Doch ungebetene Gäste nähmen nicht nur mit, was ihnen gerade in die Finger fällt. "Auf dem Baufeld wird immer wieder jede Menge Bauschutt und Müll, sogar Sondermüll wie Dachpappe, abgekippt."

Den bisher entstandenen Schaden zusammengerechnet, schätzt Förster auf eine Summe zwischen 25 000 und 30 000 Euro.

Heinz Großnick

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