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Oschatz Falk Schuster aus Lampertswalde gewinnt Filmpreis in Dresden
Region Oschatz Falk Schuster aus Lampertswalde gewinnt Filmpreis in Dresden
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15:34 19.04.2016
Falk Schuster Quelle: Foto: Lorenz Lenk
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Lampertswalde

Der gebürtige Lampertswalder Falk Schuster ist am Wochenende beim 28. Filmfest Dresden ausgezeichnet worden. Für seinen Kurzfilm „Die Weite suchen“ erhielt der 35-Jährige den Filmförderpreis, der vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gestiftet wurde und mit 20 000 Euro dotiert ist.

Insgesamt waren bei dem Festival 61 Animations- und Spielfilme an den Start gegangen und in neun Kategorien Hauptpreise sowie vier Sonderpreise verliehen worden. Und Animationsfilme sind Schusters Spezialität, seine mit Ruhe erzählten Geschichten haben schon mehrfach Aufmerksamkeit erregt und sind bei Wettbewerben gelaufen.

In „Die Weite suchen“ erzählt Falk Schuster die Geschichte eines Sommerurlaubes mit seiner Familie an der Ostsee. Und zwar nicht irgendwo und irgendwann, sondern 1987 im Klützer Winkel, nahe an der innerdeutschen Grenze, weshalb zum Ferienalltag nicht nur Sonne und Strand, sondern auch Grenzsoldaten gehören.

Zwei Jahre lang warb Schuster Geld für sein Herzensprojekt ein, erhielt schließlich eine Produktionsförderung und die Unterstützung des Mitteldeutschen Rundfunks, der den Film noch vor der Fertigstellung für das Fernsehen einkaufte. „Das hat alles einfacher gemacht“, freute sich der gebürtige Lampertswalder, „das ganze Projekt wurde dabei allerdings auch so groß, das ich es alleine nicht mehr schaffen konnte und Unterstützung von der Balance Film GmbH aus Dresden bekam.“

Falk Schuster aus Lampertswalde hat beim 28. Filmfest in Dresden den Förderpreis des Sächsischen Kunstministeriums gewonnen. Sein Animationsfilm „Die Weite suchen“ sei ein „kleines, aber feines ästhetisches Meisterwerk“, lobte die Jury.

Für Dreharbeiten kam Schuster zurück in seine alte Heimat und filmte unter anderem in Lampertswalde und dem Naturbad Luppa. Ehemalige Nachbarn und Bekannte unterstützten die Arbeiten mit zahlreichen originalen Requisiten wie Bademode, Luftmatratzen und Strandspielzeug aus den 80er Jahren. Die Aufnahmen in der Region waren Grundlage für den 29-minütigen Kurzfilm, der im Stil der Rotoskopie entstanden ist. Dabei wird zunächst jede Einstellung aufgezeichnet, bevor anschließend Bild für Bild davon nachgezeichnet wird – eine Arbeit, die die Jury des Dresdener Filmfestes überzeugte: „Dadurch wirkt trotz Minimalismus der animierte Urlaubstrip authentischer als manches Zeitdokument. Durch seine virtuose graphische Präzision und Reduzierung auf das Wesentliche gelingt dem jungen Filmemacher ein kleines aber feines ästhetisches Meisterwerk, das gleichzeitig den Zuschauer in seiner 4motorigen Zeitmaschine bald 30 Jahre zurückversetzt“, heißt es in der Begründung der Preisverleihung.

Von Jana Brechlin

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