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Oschatz Falschparker in der Kemmlitzsenke werden zur Kasse gebeten
Region Oschatz Falschparker in der Kemmlitzsenke werden zur Kasse gebeten
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00:37 15.08.2015
Parksünder sorgen bei Anwohnern für Unmut. Quelle: Dirk Hunger
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Kemmlitz

Von hEINZ gROßnick

Was sich dort täglich abspielt, sei die blanke Katastrophe, schlägt ein Einwohner Alarm, der seinen Namen keinesfalls in der Zeitung lesen möchte. Denn er befürchtet, dass wütende Parksünder sich aus Frust an seinem eigenen Wagen zu schaffen machen könnten. Er spreche auch in Namen weiterer besorgter Anwohner und wandte sich deshalb hilfesuchend an die Oschatzer Allgemeine.

Obwohl das Straßenverkehrsamt des Landratsamtes Nordsachsen erst kürzlich ein Parkverbot beidseitig der Kreisstraße vom Abzweig Kemmlitz nach Neusornzig erlassen hat, wird das von den Autofahren ignoriert. Denn die Hitzeperiode lädt regelrecht zu einem Sprung ins kühle Nass ein. Und das ist nur wenige Meter von der Piste entfernt. Zwar ist der ehemalige Tagebau "Frieden" der Kemmlitzer Kaolinwerke nicht als Badegewässer zugelassen, doch ungeachtet dessen, tummeln sich hier täglich jede Menge Leute im Gewässer. Daran störe sich der Anrufer keinesfalls, betont er, doch die akute Gefahr auf der Straße sei nicht hinnehmbar. Deshalb sollte so schnell wie möglich gehandelt werden.

"Die verkehrsrechtliche Anordnung zu den eingeschränkten Halteverboten entlang der Kreisstraße 8959 wurde als Folge einer Ende März 2015 stattgefundenen Verkehrsschau erlassen. Die Festlegung der Straßenverkehrsbehörde wird durch die Straßenbaubehörde, Polizei und Stadtverwaltung vollumfänglich so mitgetragen", teilt Klaus Huth, Amtsleiter im Straßenverkehrsamt, dazu mit. Zu beachten sei zudem, dass der Straßenabschnitt als Umleitungsstrecke der Staatsstraße 31 genutzt werden muss und auch wegen gelegentlicher Schwertransporte auf gesamter Breite inklusive des Randstreifens frei zu halten ist. Laut Huth obliegt die Kontrolle zur Einhaltung des Parkverbotes allein dem Vollzugsdienst. Konkret sei die Polizei im Rahmen ihres Streifendienstes bereits tätig geworden und sei auch durch die Stadtverwaltung auf die bestehende Problematik aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten worden, sagt Huth.

"Es ist ein leidiges Thema", bestätigt Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln). "Wir haben diesbezüglich Gespräche mit der Polizei geführt, die meines Wissens verstärkt Kontrollen vornimmt." Auch von Seiten der Stadtverwaltung könnten sich Autofahrer auf Knöllchen gefasst machen. "Wir können nur an die Leute appellieren, das Parkverbot einzuhalten", so Ecke, der ebenso mit dem Kaolinwerk Gespräche führte, um dort "geordnete Verhältnisse" hinzubekommen.

Großnick, Heinz

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