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Oschatz Familie Hentzschel aus Oschatz weiht neue Küche mit Pizza ein
Region Oschatz Familie Hentzschel aus Oschatz weiht neue Küche mit Pizza ein
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06:00 12.05.2017
Pizza zubereiten mit der ganzen Familie: Sabine, Tanja, Florian, Patricia, Lisa und Vanessa helfen ihrer Mutter Madlen Hentzschel. Auch Thomas Schlechte, Inhaber des Küchenstudios „Nr. 1 Küchen“, kocht mit (großes Foto).
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Oschatz

„Der Schinken ist das Beste“, sagt die 15-jährige Vanessa und steckt sich genüsslich ein Stück in den Mund. „Zurecht geschnitten haben wir alles, nun müssen wir den Teig ausrollen. Florian, kannst du mir mal die Teigrolle geben“, fragt Madlen Hentzschel (36), die damit beginnt, Mehl auf der neuen Arbeitsfläche auszustreuen. Florian stockt kurz und wirft einen Blick durch die neue Küche. Wo war die Teigrolle noch gleich? Seine Mutter muss lächeln und zeigt ihm, wo sich diese befindet. „Ab und an suchen die Kinder noch was in der neuen Küche, aber sie werden sich bald zurecht finden. Die Kinder haben große Augen bekommen und waren ganz aufgeregt, als sie zum ersten Mal herein kamen. Es ist kaum zu glauben. Zuvor hatten wir keinen Stauraum und haben viele der Küchenutensilien gar nicht unter gekriegt. Und jetzt haben wir sogar noch etwas Platz in den Schränken.“

Zum ersten Mal konnte die sechsköpfige Familie in dieser Woche ihre neue Küche, die ihr von OAZ-Lesern spendiert wurde (siehe Kasten), beim gemeinsamen Kochen einweihen. Madlen Hentzschel verteilt den Teig gleichmäßig auf das Blech. Flori hat bereits einen großen Löffel in der Hand und ist bereit, die Tomatensoße auf den Teig zu streichen. Vanessa legt fast gleichzeitig den Schinken auf die Soße. Nun ja, zwei Stück landen auf der Pizza, das nächste in ihrem Mund.

Während sich die beiden Großen dabei abwechseln, den Teig nun auch noch mit Salami und Käse zu bestücken, hält sich die zwölfjährige Sabine im Hintergrund, zückt immer wieder ihr Handy und macht Erinnerungsfotos fürs Familienalbum.

Thomas Schlechte, Inhaber des Küchengeschäfts „Nr. 1 Küchen“ in Oschatz, der die Familie bis zum letzten Schritt begleitet hat, stellt derweil mit Florian gemeinsam den Herd ein und erklärt ihm, wie er diesen auch selbst bedienen kann. Der belegte Teig wird in den Ofen geschoben, die Kinder sind zufrieden mit sich und machen sich an den nächsten.

Derweil treffen auch Patricia (15) und Lisa (8) von der Schule ein. Sie haben ihre kleine Cousine Tanja (3) mit im Schlepptau, die sich schon hungrig an den großen neuen Tisch setzt. „Bei der Dekoration hat mir Claudia Schlechte geholfen. Sie brachte die grünen Tischdecken – passend zu den grünen Stühlen. Ich denke, die Dekoration mit den Kerzen und den Blumen, die die Kinder selbst gebastelt haben, ist uns gut gelungen“, sagt Madlen Hentzschel.

Ein paar Orchideen und die hellen Gardinen geben dem Raum noch den letzten Schliff. Die beiden Mädchen haben sich inzwischen die Hände gewaschen und sich an den Pizza-Teig gewagt. Sie stechen diesen mit einem Glas aus und belegen die kleinen Stücke einzeln. „Wir machen Pizza-Brötchen“, sagt Patricia. Auch diese sind schnell auf dem Blech verteilt und genau dann bereit für den Ofen, als die erste Pizza fertig ist. Den übrig gebliebenen Teig steckt sich Patricia genüsslich in den Mund.

Als der Ofen geöffnet wird, strömt bereits der leckere Geruch durch den Raum. Mit ein paar Basilikumblättern dekoriert, sieht die Pizza noch leckerer aus. Schnell haben die Kinder die Teller verteilt und Vanessa zieht das grüne Besteck aus dem Besteckkasten. „Das habe ich geholt. Passend zur neuen Küche“, sagt sie stolz. Alle haben inzwischen am Tisch Platz genommen und verteilen die Pizzastücke auf den Tellern.

Jetzt kann die Zeit dazu genutzt werden, etwas über den Tag zu plaudern. Lisa erzählt vom Sport und dem bevorstehenden Wettkampf und Vanessa berichtet über ihr Praktikum. Schnell ist das erste Blech alle und es wird auf das zweite gewartet. „Ich bin satt“, sagt Florian kurze Zeit später und hält sich den Bauch.

Bevor sich alle Kinder in ihre Zimmer zurückziehen, wird aufgeräumt. Bei so vielen helfenden Händen dauert es nicht lange. In wenigen Minuten ist die Geschirrspülmaschine befüllt, Tisch und Arbeitsplatte abgewischt. „Genauso habe ich es mir vorgestellt. Es ist so schön, wenn wir hier alle gemeinsam unser Essen zubereiten und Zeit miteinander verbringen können. Vorher war es so beengt. Nun haben wir genügend Platz“, sagt die Mutter. Die Küche ist der Dreh- und Angelpunkt des Familienlebens.

Die Aktion „Ein Licht im Advent“ und die Spendenbereitschaft der OAZ-Leser hat die Familie Hentzschel glücklich gemacht.

Von Kristin Engel

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