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Oschatz Feldbahn Glossen – Ein Denkmal mit ganz viel Lebendigkeit
Region Oschatz Feldbahn Glossen – Ein Denkmal mit ganz viel Lebendigkeit
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14:42 21.05.2018
Zu Pfingsten lädt der Verein Feldbahnschauanlage Glossen zu Fahrtagen ein. Dann haben Besucher die Möglichkeit, mit der Feldbahn von Glossen aus bis zum Steinbruch zu fahren. Der ist ein technisches Denkmal.Foto: Quelle: Bärbel Schumann
Glossen

Ein Besuch der Glossener Feldbahnschauanlage steht bei vielen Bahnfans zu Pfingsten auf dem Programm, denn dann laden die Mitglieder des im September 1994 gegründeten Vereins zu Fahrtagen ein.

Lokführer Imre Nestroy hat Besuch. Quelle: Bärbel Schumann

Die Gründungsmitglieder setzten sich damals zum Ziel, die historisch und technisch interessante Anlage der Quarzitgrube betriebsfähig zu erhalten, der Öffentlichkeit die Technologie eines Steinbruchbetriebes in der Vergangenheit vorzuführen und zu erläutern sowie die Feldbahn als Transportmittel erlebbar zu machen. 1994 ließ der Verein die Anlage durch das Denkmalamt des Landes Sachsen unter Schutz stellen. Seitdem ist viel passiert und wer bereits da war und später wieder kommt, kann immer wieder etwas Neues entdecken. So ging es den Finkes aus Halle, die mit der Feldbahn vom Bahnhof im Ortszentrum von Glossen bis zum Steinbruch fuhr. „Wir kommen immer mal vorbei und genießen eine solche Fahrt. Ich habe mal bei der Reichsbahn als Schlosser gearbeitet und da hat man einen Draht für alles was sich auf Schienen bewegt“, erklärt Frank Finke lachend.

Kinder erobern das Führerhaus

Ein gutes Dutzend Passagiere hat diesmal Lokführer Imre Nestroy befördert und muss nun, bevor er einen Besuch im Feldbahnmuseum empfehlen kann, viele Fragen der Mitfahrer beantworten. Unterdessen haben die jüngsten Fahrgäste der Tour das Führerhaus erobert. Den Lokführer freut’s. Im Feldbahnmuseum empfängt Vereinsvorsitzender Matthias Richter die Gäste. Er weiß viel über die ausgestellten Loks verschiedener Fabrikationen zu erzählen.

Matthias Richter mit einer historischen Lok. Quelle: Bärbel Schumann

„Die älteste wird 2020 100 Jahre alt sein. Ich hoffe, dass wir sie bis dahin fertig restauriert haben“, berichtet Richter. Er selbst hatte sie in Norwegen aufgespürt und dann mit seinen Vereinsfreunden nach Sachsen geholt. Derzeit verfüge der Verein über 20 verschiedene Feldbahnloks. Einige sind Leihgaben von Sammlern wie Richter selbst einer ist, andere gehören dem Verein. Alle werden gehegt und gepflegt. Auch die Gleisanlagen mit all ihren technischen Details bedürfen der Wartung. Mehr noch, ab und an muss an ihnen auch etwas erneuert werden.

Mitstreiter im Feldbahnverein gesucht

Auch das aktuelle Vorhaben, der Bau einer Halle zum Abstellen für Loks, Loren und Wagen ist noch nicht abgeschlossen, aber bis zum Herbst soll sie fertig sein. Vor drei Jahren wurde sie beim Abriss einer Firma in der Nähe Berlins geborgen und gekauft. Über eine Spendenaktion kamen 4000 Euro zusammen, um sie nun in Glossen wieder aufzubauen und mit Seitenwänden, die bisher nicht vorhanden waren, durch eigene Arbeitsleistungen zu versehen. Das nächste Projekt haben die Vereinsmitglieder schon im Blick. Unterdessen sitzen die Museumsbesucher schon wieder in den Wagen der Feldbahn und fahren zum Bahnhof. Andere statte der Ausstellung des Modellbahnvereins einen Besuch ab. Zurück gen Oschatz oder Mügeln geht es an diesem Wochenende vielleicht mit dem „Wilden Robert“.

Von Bärbel Schumann

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