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Feldbahnverein Glossen baut Halle für Loks und Loren

Verkehr Feldbahnverein Glossen baut Halle für Loks und Loren

Die Mitglieder des Feldbahnvereins Glossen sind derzeit dabei, die Außenwände der neuen Abstellhalle zu verkleiden. Nach der Fertigstellung können die Fahrzeuge witterungsgeschützt untergestellt werden. Außerdem wird die Brücke über den Döllnitzbach saniert. So müssen zwei Stahlträger repariert und die anderen Träger entrostet und gestrichen werden.

Die Kaolin-Verladerampe am Bahnhof in Glossen ist das Markenzeichen der Feldbahn.

Quelle: Foto: Dirk Hunger

Glossen. Der Feldbahnverein Glossen investiert in diesem Jahr kräftig in die Infrastruktur. „Derzeit wird gerade die Brücke über den Döllnitzbach am Bahnhof Glossen in Ordnung gebracht und es müssen zwei Stahlträger repariert werden“, informiert Vereinsvorsitzender Matthias Richter. Allein dafür sei mit Kosten von 2000 Euro zu rechnen. Die anderen Träger sollen zudem entrostet und neu gestrichen werden. Des Weiteren würden 30 Schwellen ausgetauscht. Das Geld bringe der gemeinnützige Verein aus eigener Kraft auf. „Wenn uns jemand unterstützen möchte, sind wir dafür dankbar“, so der Vereinschef. Die Brücke ist zum letzten Mal um das Jahr 1995 von einer Leipziger Baufirma instandgesetzt worden.

Die Reparaturarbeiten haben zur Folge, dass zu den Pfingsttagen am Sonntag und Montag der Bahnbetrieb, der jeweils von 10 bis 18 Uhr läuft, auf verkürzter Strecke erfolgt. Die Abfahrt erfolgt dann vom Lokschuppen aus. Richter kündigt weiterhin an, dass die Feldbahn nur noch dann Fahrtage anbieten kann, wenn zugleich die Döllnitzbahn mit einem erweiterten Angebot auf ihrer Strecke bis nach Glossen unterwegs ist. Anderenfalls lohne sich der Einsatz der Feldbahnfreunde aufgrund mangelnder Fahrgäste nicht.

Halle in Eberswalde erworben

Auch weitere Bauvorhaben hat der Verein fest im Blick. So werde gegenwärtig eine neue Abstellhalle für die Fahrzeuge errichtet. Diese konnte der Verein im vergangenen Jahr kostengünstig in Eberswalde erwerben und die Teile nach dem Abbau von dort nach Glossen transportieren. Das Dach der 23 Meter langen und neun Meter breiten Halle ist bereits fertig. „Faire Unterstützung erhielten wir dabei von der Baufirma Höptner, die uns die Fläche vorbereitet sowie die Säulen und Dachbinder aufgestellt hat“, ist Richter über die Hilfe froh. Jetzt sollen die Wände geschlossen werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet Richter bis zum Herbst. „Dann können wir die wichtigsten Fahrzeuge witterungsgeschützt abstellen und damit für die Zukunft erhalten.“ Unterstützung für das Vorhaben habe es auch von Seiten des Mügelner Bürgermeisters Johannes Ecke und der Stadtverwaltung gegeben. Der Feldbahnverein verfügt über rund 20 Lokomotiven und etwa 100 Loren verschiedener Bauarten.

Verladerampe soll restauriert werden

Geplant sei des Weiteren die Restaurierung der Verladerampe. „Das ist unser Markenzeichen am Bahnhof und ein ortsbildbestimmendes Gebäude“, verdeutlicht Richter. Deshalb habe man sich auch beim „Sächsischen Zweistromland“ für eine finanzielle Förderung beworben. Immerhin bis zu 70 Prozent der Bausumme stünden in Aussicht. Derzeit werde gemeinsam mit einem örtlichen Planungsbüro der Fördermittelantrag erarbeitet. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr die Verladerampe sanieren können.“ Die Kosten dafür belaufen sich nach ersten Schätzungen auf etwa 80 000 Euro. „Bei aller Förderung ist es für unseren Verein eine echte Herausforderung und wir müssen dafür erhebliche Eigenleistungen erbringen“, verdeutlicht Richter.

Im Moment sind die Feldbahnfreunde dabei, einen vierachsigen Personenwagen nach historischem Vorbild neu aufzubauen. Hilfe gebe es dabei von der Dresdener Metallbaufirma MSM, die den Auftrag zur günstigen Konditionen angenommen habe. „Sie übernehmen für uns die Stahlbaukonstruktion und wir erledigen die notwendigen Holzarbeiten“, sagt Richter. Nach der Fertigstellung sei der Verein in der Lage, diesen geschlossenen Wagen bei schlechtem Wetter an den Fahrtagen für die Fahrgäste einzusetzen. Damit gehe ein jahrelang gehegter Wunsch endlich in Erfüllung.

Richter brennt aber noch ein Wunsch auf den Nägeln: „Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere bei uns im Verein mitmachen würde.“ Er entkräftet die Befürchtung, sich verpflichtet fühlen zu müssen. „Bei uns kommt jeder, wenn er Zeit hat, das muss nicht unbedingt regelmäßig, sondern kann selbstverständlich auch sporadisch sein.“ Interessenten seien jederzeit willkommen. Arbeitseinsätze vor Ort in Glossen finden immer sonnabends aller zwei Wochen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr statt.

Von Heinz Grossnick

Glossen 51.2428774 12.9966456
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