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Oschatz Feldbrand bei Oschatz: Schaulustige behindern Rettungskräfte
Region Oschatz Feldbrand bei Oschatz: Schaulustige behindern Rettungskräfte
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17:26 09.07.2018
Landwirte unterstützen die Feuerwehr beim Eindämmen des Feuers. Quelle: Foto: F. Hörügel
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Merkwitz/Oschatz

Erst brannte ein Stoppelfeld, dann stand Getreide in Flammen – die Rauchsäule des Brandes am Landrichter am Sonnabend war sogar in Glossen und entlang der Bundesstraße zwischen Torgau und Eilenburg zu sehen. Schließlich fällten die Feuerwehrkräfte Bäume, um ein Übergreifen der Flammen auf Waldflächen zu verhindern. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch Wind – und verzögert durch Schaulustige, die Rettungskräfte und Bauern behinderten.

Autofahrer ignorieren Sondersignal

„Auf der Bundesstraße 6 und am Ortsausgang Merkwitz parkten zahlreiche Menschen ihre Fahrzeuge und filmten das Geschehen, darüber hinaus ignorierten Kraftfahrer das Sondersignal der Wehren. Wir wurden auf dem Weg zum Einsatzort von vor uns fahrenden Autos regelrecht ausgebremst“, sagt Einsatzleiter Lars Natzke, Chef der Oschatzer Wehr. Liebschützbergs stellvertretender Gemeindewehrleiter Marcus Müller berichtet, dass die Helfer nicht sofort von der Straße auf den Feldweg abbiegen konnten, weil der Gegenverkehr nicht anhielt.

Landwirte helfen einander

Für die Landwirte sind die Brände eine zusätzliche Belastung zum derzeit herrschenden Ernteaufwand – nervlich, personell und finanziell, sagt Udo Morstein, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Altoschatz-Merkwitz. „Wir haben am Sonnabend Mitarbeiter und Technik von anderen Feldern bei Wellerswalde abgezogen, um dort mit zu helfen.“ Gemeinsam mit dem ebenfalls betroffenen Landwirtschaftsbetrieb Merkel in Schönnewitz und anderen Bauern wurden unter anderem Brandschneisen gezogen und Löschwasser zur Verfügung gestellt. Auch andere, nicht betroffene Landwirte leisteten sofort Unterstützung. Schließlich habe er versucht, die Bundesstraße 6 abzusperren, um dem Wasserwagen des eigenen Unternehmens die zügige Fahrt zum Feuer zu ermöglichen.

Kritik an Polizei

Letzteres sei Aufgabe der Polizei gewesen, moniert Landwirt Klaus Merkel, der ebenfalls vor Ort war. Merkel ist froh, dass seine Berufskollegen sofort zur Stelle waren. „Allein hätte die Feuerwehr das nicht in den Griff bekommen“, sagt er.

Von Christian Kunze

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