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Oschatz Fettklumpen legen Pumpwerk in Schweta lahm
Region Oschatz Fettklumpen legen Pumpwerk in Schweta lahm
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06:00 11.05.2016
Pumpwerke können durch Abfälle blockiert werden.
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Schweta

Überflutete Straße und stinkende Brühe in Kellern der Neuen Siedlung im Mügelner Ortsteil Schweta sind für deren Anwohner nichts Ungewohntes. Zum Beispiel drangen im Juli 2014 nach heftigen Regenfällen Fäkalien aus Toiletten. Damals appellierte Thilo Wache, Sachbearbeiter im Abwasserzweckverband (AZV) „Oberes Döllnitztal“, an die Anwohner, sich vor Überflutungen durch den Einbau von Rückstauklappen in ihren Grundstücken zu schützen (wir berichteten). Jetzt schlägt Wache erneut Alarm. „In letzter Zeit traten im Verbandsgebiet, insbesondere in Schweta, verstärkt Pumpwerksausfälle auf. Das führte teilweise zu Überstau bis auf den Straßenkörper. Die Ursache waren in allen Fällen blockierte Pumpen.“

Wie die Überprüfung ergab, befanden sich im Pumpenschacht Fett und nicht auflösbare Kosmetik- beziehungsweise Reinigungstücher, die als Feuchttücher im Handel erhältlich sind. Wache spricht von einer fatalen Mischung, was in kürzester Zeit unweigerlich zum Ausfall der Pumpen führe. Der Abwasserverband weise aus diesem Grund noch einmal dringend darauf hin, dass weder Fette, Öle oder Essensreste sowie textile Stoffe in das Kanalnetz gehören. „Fett gerinnt trotz Spülmitteleinsatz im Kanalnetz und bildet bereits ohne weitere Zutaten betonartige Klumpen, die von den Pumpen nicht gefördert werden können. Feuchttücher bestehen nicht aus Papier, sondern aus unzerreißbaren textilen Stoffen, die allein oder im Zusammenhang mit Fettabsetzungen unweigerlich zu Verstopfungen nicht nur der Pumpen führen“, klärt Wache auf. Komme es in den Leitungen zu derartigen Absetzungen, könne sehr schnell eine Reinigung durch Spülung erfolglos bleiben. Das wiederum habe zur Folge, dass der AZV nur noch mit sehr teuren Reparaturmaßnahmen Abhilfe schaffen könne. Deshalb gehören die genannten Abfälle keinesfalls in die Toilette, sondern in den Hausmüll.

Den Ärger haben schließlich auch die Bürger, denn Ausfälle in Pumpwerken führen unter Umständen vorübergehend zu einer eingeschränkten Entsorgung und letztlich infolge der kostenintensiven Reparaturen zu höheren Entsorgungsgebühren. „Wir bitten die Bürger deshalb um Mithilfe, um solche Kosten zu vermeiden und bedanken uns für das Verständnis“, so Wache. In diesem Zusammenhang verweist er auf einen Fernsehbeitrag zu diesem Thema, der über die Webseite des Abwasserverbandes aufgerufen werden kann.

Von Heinz Großnick

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