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Oschatz Feueralarm bei Rematec Mügeln
Region Oschatz Feueralarm bei Rematec Mügeln
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16:33 06.05.2014
Mügeln

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Mehr als 40 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mügeln, Sornzig, Glossen, Schweta, Niedergoseln und Oschatz rückten mit zwölf Fahrzeugen zum Einsatzort aus. In einer Recyclinghalle standen zwei Trockner für Lackschlamm in Flammen.

Von Heinz Großnick

"Nach der Alarmierung eilten die Mitarbeiter entsprechend des Havarieplanes zum Sammelpunkt außerhalb des Geländes. Das Werksgelände wurde abgesperrt und die Abwassereinläufe geschlossen, damit das kontaminierte Löschwasser fachgerecht entsorgt werden kann. Von außen sind an der Halle keine größeren Schäden sichtbar. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt", sagte gestern in einer ersten Stellungnahme Rico Doßmann von der Werksleitung.

"Flammen schlugen aus beiden Trocknern. Durch die starke Rauchentwicklung wusste zunächst keiner, ob das Feuer durch das Dach gelangt", informierte Einsatzleiter Werner Lippmann von der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln. Der Brand in der Halle wurde mit Schaum gelöscht, das kontaminierte Löschwasser sei später in Kunststoffbehältern fachgerecht entsorgt worden. Zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mussten vom Notarzt vor Ort behandelt werden. Einer bekam zu viel Rauch ab, der andere knickte mit dem Fuß um. Sie konnten aber gleich wieder entlassen werden. Gegen 11.30 Uhr rückten die letzten Kameraden ab und stellten die Einsatzbereitschaft ihrer Technik wieder her.

Sechs Beamte des Polizeireviers Oschatz kamen unter Leitung des Oschatzer Revierleiters Jan Müller vor Ort zum Einsatz. Müller verschaffte sich zunächst einen Überblick. Vorsichtshalber warnten die Polizeibeamten aus ihrem Funkstreifenwagen für den Fall der Fälle über Lautsprecher die Einwohner von Poppitz und Nebitzschen, die Fenster zu schließen, da die dicke Rauchwolke in Richtung der beiden Mügelner Ortsteile zog.

Kriminalbeamte der Außenstelle Torgau nahmen vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die blieb bis gestern unklar. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Im Verlaufe des gestrigen Tages trafen vor Ort Mitarbeiter des Umweltamtes des Landratsamtes Nordsachsen zur Schadstoffmessung ein. Außerdem verschafften sich Mitarbeiter der Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion Leipzig einen Überblick.

In der Rematec GmbH kam es zuletzt 2012 zu einer Brandserie. Am 1. April gerieten Farb- und Lackabfälle durch Selbstentzündung in Brand. Beim Feuer am 12. Juli stand das Containerlager lichterloh in Flammen, wobei Polizei und Staatsanwaltschaft von Brandstiftung ausgingen. Diese Vermutung gab es auch für den Brand am 26. November, als Dämmstoffe und Ölbinder vernichtet wurden (wir berichteten). "Die Vermutung für Brandstiftung besteht nach wie vor für die genannten Fälle, allerdings konnten bis heute keine Tatverdächtigen ermittelt werden", sagte Doßmann.

Heinz Großnick

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