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Oschatz Feuerwehr Ochsensaal bekommt saniertes Gerätehaus
Region Oschatz Feuerwehr Ochsensaal bekommt saniertes Gerätehaus
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06:00 30.05.2016
Bürgermeister Matthias Löwe (r.) übergibt offiziell das sanierte Gerätehaus an die Ochsensaaler Ortsfeuerwehr um Leiter Andreas Fischer (Mitte). Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Ochsensaal

Zwei Tage lang haben am Wochenende die Ochsensaaler Feuerwehrleute das 90-jährige Bestehen ihrer Wehr mit Einwohnern und Gästen gefeiert. „Eigentlich gibt es im Ort schon länger Freiwillige, die im Ernstfall Brände bekämpfen“, erklärte Wehrleiter Andreas Fischer. In seiner Rede auf der Festsitzung sagte er, warum: Urkundlich nachweislich ist die Genehmigung für den Bau des Spritzenhauses. Sie datiert auf den 16. März 1926. Ältere Nachweise gibt es nicht, obwohl die Wehr schon eher existiert haben muss. Sei es wie es sei, und so wurde eben dieses Datum gefeiert.

Wechselvoll ist die Geschichte der Ortsfeuerwehr. 1926 wurde die erste von Pferden gezogene Handspritze angeschafft. Später verbesserte sich die technische Ausrüstung, folgten zum Beispiel Handdruckspritze und mobiler Hänger bis die Wehr 1991 ihr erstes eigenes Fahrzeug, einen B1000, bekam. Heute ist die Ausrüstung inzwischen um Schlauchanhänger, Notstromaggregat, Beleuchtungssatz und Kettensäge erweitert.

Ob der Absturz eines Jagdflugzeuges in den 1950er Jahren, Wald- und Hausbrände, Fluthilfe, die Beseitigung von Sturmschäden oder Schneebruch – wann immer die Ochsensaaler Helfer gebraucht wurden, waren sie zur Stelle. Derzeit gehören 13 aktive Feuerwehrleute zur Ochsensaaler Wehr, drei weitere bilden die Alters- und Ehrenabteilung. In der Festrede wurde aber auch deutlich, dass es ohne die Mitglieder der Wehr und ihre Ehefrauen vieles im kulturellen Leben und dem Miteinander in dem Heidedorf nicht geben würde: Organisation der Rentnerweihnachtsfeier, Osterfeuer und Glühweinfest, öffentliche Verkehrsteilnehmerschulung. All das zu leisten, geht nicht ohne die familiäre Unterstützung der Familien der Mitglieder. Deshalb überreichten die Feuerwehrleute ihren Frauen auf der Festsitzung auch einen Blumenstrauß.

Am Sonntagmorgen fand die offizielle Übergabe des sanierten Gerätehauses an die Wehr durch Bürgermeister Matthias Löwe statt. Seit Herbst vergangenen Jahres war das Gebäude, in dem sich auch in einem Raum die Dorf-Mangel bis dahin befand, auf Vordermann gebracht worden. Zwar müssen die Ochsensaaler nun auf ihre Mangel verzichten, dafür gibt es aber bessere Bedingungen für der Feuerwehr: Es entstand ein extra Raum, in dem die neue Einsatzkleidung künftig sachgemäß in Garderobenschränken aufbewahrt werden kann. Das gesamte Gebäude wurde trocken gelegt, das Dach isoliert und saniert, der Putz erneuert. Neu ist ebenso die Elektrik und der Fußboden bekam einen passenden Belag. Rund 15 000 Euro investierte die Stadt Dahlen in das Gerätehaus und bekannte sich damit auch zum Feuerwehrstandort Ochsensaal. Der städtische Bauhof übernahm einige Arbeiten, und groß waren die Eigenleistungen, die die Feuerwehrleute zum Beispiel beim Abriss von Wänden und beim Putzabhaken leisteten. Dabei, so Wehrleiter Fischer, kamen immerhin rund 120 Stunden Eigenleistungen zusammen.

Alle Dahlener Ortswehren, sowie Feuerwehrleute aus Mutzschen, Döbeln und Sitzenroda feierten mit den Ochsensaalern und ihren Einwohnern das Jubiläum 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ochsensaal. Zu den Angeboten gehörten Kinderspiele, ein Glücksrad, eine kleine Ausstellung zur Wehrgeschichte. Mitglieder des DRK-Ortsvereins Dahlen berichteten über ihre Arbeit und stellten die Ausrüstung eines Rettungsfahrzeuges vor. Ein Basar mit von Einwohnern gespendeten Kuchen rundete das Programm rings um das Gerätehaus ab.

Von Bärbel Schumann

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