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Oschatz Feuerwehr Oschatz funkt jetzt digital
Region Oschatz Feuerwehr Oschatz funkt jetzt digital
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16:51 22.05.2014
Daniel Kleeblatt (l.) baut ein digitales Funkgerät in das Katastrophenschutzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ein. Sein Kollege Thomas Heilmann zeigt zwei digitale Handsprechgeräte. Die beiden Spezialisten sind für Dresdener Firma FIT tätig, die mit dem Einbau der neuen Geräte beauftragt ist. Quelle: Dirk Hunger

Auch in Lampersdorf und Schmannewitz ist der Digitalfunk angekommen.

Frank Reichel hatte die Umstellung beinahe abgeschrieben. "Wir haben dann gar nicht mehr nachgefragt und gedacht: Entweder der Digitalfunk kommt - oder er kommt nicht", sagt der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz, der 3800 Mitglieder vertritt. Froh ist der Lampersdorfer dennoch, dass die neue Technik jetzt Einzug hält. "Die Qualität der Funkverbindungen wird besser und es rauscht nicht mehr wie bei den analogen Geräten", hofft er. Richtig wirksam werde die moderne Technik jedoch erst, wenn die neue Rettungsleitstelle in Leipzig in Betrieb gehe. Zuletzt war dafür Ende des Jahres 2015 im Gespräch.

Als Oschatzer Stadtwehrleiter hat Karsten Saack Anfang des Monats zehn Funkgeräte für die zehn Einsatzfahrzeuge und 38 tragbare Handgeräte für die Kameraden bestellt. Auch er erwartet eine verbesserte Sprachqualität. "Unsere Kameraden werden sich aber erst einmal daran gewöhnen müssen", sagt der Stadtwehrleiter. Denn anders als bei den analogen könne bei den digitalen Geräten nicht sofort losgesprochen werden. "Die reagieren erst zwei Sekunden später", weiß Saack.

Ursprünglich sollte das neue System bereits Ende 2010 funktionieren. Dieser Termin musste immer wieder verschoben werden. Ein Grund war, dass mehr Funkmasten für die neue Technik errichtet werden mussten als geplant waren. In der Region Oschatz wird zum Beispiel derzeit in Luppa ein Mast als Basisstation für Digitalfunk gebaut. Die Gesamtkosten für die Einführung der Technik in Sachsen sind durch die Verzögerung erheblich gestiegen - von 224 auf nunmehr 344 Millionen Euro.

Laut Rayk Bergner, Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen, sollen bis Ende 2015 alle Feuerwehren, der Rettungsdienst und der Katastrophenschutz im Landkreis mit neuen Geräten ausgerüstet sein und über das Digitalfunknetz kommunizieren können - fünf Jahre später als geplant. © Kommentar

Frank Hörügel

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