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Oschatz Feuerwehr Oschatz löscht künftig im gesamten Altkreis
Region Oschatz Feuerwehr Oschatz löscht künftig im gesamten Altkreis
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06:00 22.06.2016
Der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke (vorn rechts) erläutert Mitgliedern und Gästen des Hauptausschusses Details zum Fuhrpark der Oschatzer Wehr. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz, Mannschaftstransportwagen für Leuben und Merkwitz

Acht Fahrzeuge stehen im Depot der Freiwilligen Feuerwehr Am Langen Rain in Oschatz-West. Nur fünf davon gehören tatsächlich der Wehr, beziehungsweise der Stadt Oschatz, eines dem Bund und zwei dem Freistaat Sachsen. Schon allein für diesen Fakt lohnte es sich, die jüngste Sitzung des Oschatzer Hauptausschusses zu besuchen. Wehrleiter Lars Natzke erläuterte bei einem Rundgang in der Fahrzeughalle Details zur Technik und Ausstattung des Fuhrparks der Kameraden.

Die Fahrzeuge reichen von einem Tanklöschfahrzeug, das 2400 Liter Wasser fasst, bis hin zu einem „fahrenden Büro“ und einer „Werkstatt auf Rädern“, wie Lars Natzke die einzelnen Spezialautos unter anderem nennt – und so auch Laien ihren Nutzen gut verdeutlicht. Im Anschluss beschäftigten sich die Mitglieder mit dem Fahrzeugkonzept des gesamten städtischen Feuerwehrwesens. Es umfasst auch die Ausstattung der vier Ortswehren in Limbach, Leuben, Schmokau und Merkwitz. Diese kooperieren, rücken zum Teil zusammen aus und werden auch gemeinsam ausgebildet. Das begünstigt bereits die Effektivität.

Größerer Aktionsradius für Drehleiter

Die Fortschreibung und Änderung des Fahrzeugkonzeptes ist notwendig, um sie den geltenden Bedingungen und Vorschriften im Brandschutz anzupassen. Veränderungen kommen auf die Oschatzer Wehr unter anderem zu, weil im Zusammenhang mit der in Betrieb genommenen integrierten Regionalleitstelle in Leipzig eine neue Alarmierungs- und Ausrückeordnung erarbeitet wurde. Die sieht unter anderem vor, dass Wehren mit spezieller Technik, wie etwa die Drehleiter der Oschatzer Wehr, auch überörtlich zum Einsatz kommt, das heißt, bei entsprechenden Brand- und Katastrophenereignissen im gesamten Altkreis Oschatz, aber auch bei der Alarmierung des Katastrophenschutzzuges des Landkreises Nordsachsen. Nicht zuletzt ist eine kontinuierliche Investition in die Ausrüstung und Technik der Oschatzer Wehr unumgänglich, um die Einsatzbereitschaft in der Stadt abzusichern. Denn, so Stadtwehrleiter Karsten Saack, nur eine sichere Stadt ist auch attraktiv als Wohn- und Investitionsstandort.

Die Fahrzeuge, welche im Oschatzer Depot stehen, sind zwischen sechs und 19 Jahre alt. Die Pläne für den Verkauf und die Ersatzbeschaffung der stadteigenen Gefährte reichen bis in das Jahr 2032 – man kann also nicht behaupten, die Verantwortlichen würden sich keine Gedanken über den Bestand machen. In den einzelnen Ortswehren soll es noch in diesem Jahr Neuanschaffungen geben. So ist je ein Mannschaftstransportwagen für die Abteilungen in Leuben und Merkwitz in der gleichen Bauweise vorgesehen.

Uta Schmidt (Grüne) wollte wissen, welche Kosten die Wartung des Feuerwehrfuhrparks im Jahr durchschnittlich verursacht – eine Frage, die laut Kämmerer Jörg Bringewald nicht ohne weiteres zu beantworten sei, da der Werteverlust der Autos in den Abschreibungen des Haushalts enthalten sei.

Der Stadtrat will das Fahrzeugkonzept a m Donnerstagabend beschließen.

Von Christian Kunze

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