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Feuerwehren aus Cavertitz und Olganitz pflegen Partnerschaft mit Wiederitzscher Helfern

Feuerwehr Feuerwehren aus Cavertitz und Olganitz pflegen Partnerschaft mit Wiederitzscher Helfern

Seit zehn Jahren richtigen die Helfer in Olganitz und Cavertitz ein Übungswochenende aus, an dem auch die Feuerwehrleute aus Wiederitzsch teilnehmen. Dabei lernen beide Seiten: Die Wiederitzscher finden in der Dahlener Heide viel Platz zum Üben vor und die Gastgeber erhalten dabei wertvolle Tipps.

Karl-Heinz Schmiele (Cavertitz), Alexander Henze und Matthias Groll (Wiederitzsch), Martin Sternberger und Klaus Schmiele (Olganitz) und Bürgermeisterin Christiane Gürth (v.l.) tauschen Geschenke zur zehnjährigen Partnerschaft aus.

Quelle: Jana Brechlin

Cavertitz/Olganitz. Es gibt Jahre, da müssen die Olganitzer Feuerwehrleute überhaupt nicht ausrücken. Wenn es doch einmal dazu kommt, dann müssen sie einen vom Sturm umgeworfenen Baum beseitigen oder einen Feldbrand löschen. Die Freiwillige Feuerwehr Wiederitzsch (Stadtteil von Leipzig), die seit zehn Jahren eine Partnerschaft mit den Olganitzer und Cavertitzer Wehrleuten pflegt, kommt dagegen schon auf gut 300 Einsätze im Jahr. Dabei rücken die Helfer zu Notfällen auf der Autobahn, am Flughafen oder auf der Messe aus. „Die Unterschiede zwischen uns sind schon gewaltig“, fasst der Olganitzer Wehrleiter Martin Sternberger zusammen. Trotzdem halten beide am gemeinsamen jährlichen Schulungswochenende fest, das immer von den Kameraden in der Dahlener Heide ausgerichtet wird.

Jetzt trafen sich die Helfer zum zehnten Mal. Das kleine Jubiläum wurde natürlich gefeiert, doch zuvor fand erneut eine Übung statt. „Wir finden hier Objekte vor, die wir bei uns nicht haben“, verweist Alexander Henze, stellvertretender Wehrleiter der Wiederitzscher, auf einen wesentlichen Vorteil. So habe man schon eine Busrettung, Löscharbeiten in Objekten oder das Aufschneiden von Fahrzeugen trainieren können. Dieses Mal fand zunächst eine theoretische Schulung an der Cavertitzer Biogasanlage statt. „Das ist für uns Neuland“, sagte Alexander Henze, der in Wiederitzsch Ausbildungsleiter ist, „dabei ist es auch für uns notwendig, diese Technik zu kennen und die Gefahren einschätzen zu können.“

Die praktische Übung war anschließend im Cavertitzer Ortskern: Das Nachbargebäude der Feuerwehr, das abgerissen und durch einen Erweiterungsbau für die Helfer ersetzt werden soll, war Schauplatz des Einsatzes einer Löscheinheit. „Das bietet sich an. Hier kann mal eine Tür kaputt gehen und wir müssen uns nicht um mögliche Wasserschäden sorgen“, gab Martin Sternberger grünes Licht für eine möglichst authentische Trainingsstunde. Neben der Brandbekämpfung galt es auch, eine vermisste Person zu finden.

„Vor allem lernen wir von den Wiederitzschern“, sagte Klaus Schmiele von der Olganitzer Wehr, „in ihren Reihen gibt es Berufsfeuerwehrleute, die können uns so viele Tipps geben, das kann eine normale Ausbildung nicht leisten.“ Die Cavertitzer Bürgermeisterin Christiane Gürth freute sich, dass beide Ortswehren mit diesen Austausch pflegen. „Da steckt viel Engagement dahinter, das im Ernstfall unseren Kameraden zugute kommt“, lobte sie. Immerhin auf 18 Aktive kann sich die Olganitzer Feuerwehr verlassen, in Cavertitz gehören 26 Mitglieder zur aktiven Gruppe. „Das sind ganz gute Zahlen für unsere Dörfer“, schätzt der Cavertitzer Karl-Heinz Schmiele ein.

Für ihre Gäste hatten die Helfer ein besonderes Geschenk zum Zehnjährigen: Metallbauer Holger Hausburg aus Olganitz hatte eigens zum Jubiläum einen Feuerkorb mit Symbolen und Schriftzügen der Wehren angefertigt, der zudem noch über eine Auflage verfügt, auf der die Wiederitzscher später Glühwein oder Suppe köcheln können. Die Gäste ihrerseits revanchierten sich mit Schlauchstücken, die anlässlich des Partnerschaftsgeburtstages bedruckt wurden. „Das ist ein Schlauch, den man zusammenkuppelt – ein schönes Symbol für unsere Partnerschaft“, beschrieb Wehrleiter Matthias Groll. Dabei sei die Verbindung zunächst nur aus einer persönlichen Freundschaft zum früheren Olganitzer Wehrleiter Rainer Sternberger entstanden. „Das, was hier gewachsen ist, ist einzigartig und bringt immer beide Seiten voran“, unterstrich er.

Von Jana Brechlin

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